Mikroelektronik in Dresden Masken-Werk AMTC investiert kräftig in die Zukunft

Das Advanced Mask Technology Center AMTC  in Dresden.
Das Advanced Mask Technology Center AMTC in Dresden.

Das Advanced Mask Technology Center AMTC in Dresden investiert 130 Mio. Euro in Reinraumkapazitäten, Fertigungsausrüstung sowie Forschung&Entwicklung und stärkt damit den Mikroelektronik-Standort Silicon Saxony nachhaltig.

Das in Dresden ansässige Advanced Mask Technology Center AMTC, ein Joint Venture von Globalfoundries und Toppan Photomasks Inc. setzt jetzt das größte Erweiterungsprojekt seit Gründung 2002 um. Mit einer Investition von rund 130 Mio. Euro in den Reinraumausbau, in zusätzliche Produktionsanlagen, in Forschung & Entwicklung sowie in neue Arbeitsplätze möchte das AMTC seine Spitzenposition als Europas führender Hersteller von Photomasken für die globale Halbleiterindustrie festigen.

Photomasken sind Glassubstrate, die präzise, hochkomplexe Abbildungen in atomarer Auflösung von Schaltkreisen für die Produktion von Halbleitern enthalten. Diese Masken sind damit ein unverzichtbarer und kostbarer Bestandteil in der Chip-Fertigung. Die  Werke von Globalfoundries in Deutschland, USA, Singapur sowie führende europäische und weltweite Halbleiterunternehmen beziehen Photomasken aus Dresden.

»Das AMTC ist einer der Hidden Champions in Deutschland und Europa«, erklärte Thomas Schmidt, Geschäftsführer des AMTC. »Photomasken aus Dresden werden in aller Welt für die Chipherstellung benutzt, und damit findet man das AMTC in unzähligen elektronischen Produkten, mit denen wir tagein, tagaus beruflich und privat umgehen.«

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Erweiterung des AMTC in Dresden

Das AMTC investiert 130 Mio. Euro in den Reinraumausbau, in zusätzliche Produktionsanlagen, in Forschung & Entwicklung sowie in neue Arbeitsplätze.

Reinraumfläche wächst auf 3300 Quadratmeter

In den vergangenen 12 Monaten hat das AMTC seine Reinraumfläche um 900 m2 auf insgesamt 3300 m2 ausgebaut. Diese Fläche wird benötigt um Platz zu schaffen für neueste Anlagen aus dem Schwesterwerk BTVM in Burlington, Vermont (USA). Globalfoundries und Toppan Photomasks hatten vor wenigen Tagen bekannt gegeben, dass es seine Maskenproduktion in den USA an den Partner Toppan Photomasks auslagert und in dem Zug auch die Kapazitäten im AMTC in Dresden ausbaut.
»Aufgrund unserer Kapazitätserweiterung suchen wir jetzt mehr als 40 qualifizierte Facharbeiter und Ingenieure und freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen«, so Thomas Schmidt. Zurzeit beschäftigt das AMTC mehr als 250 Mitarbeiter.
Die neuen Anlagen im AMTC erhöhen die Kapazität des Dresdner Werkes vor allem für die Herstellung von Photomasken bis hin zum 12-nm-Technologieknoten, wie auch für die nächste Lithographie-Generation, die unter dem Kürzel EUV (Extremes Ultraviolettes Licht)  firmiert. Das sind auch die Felder, in denen das AMTC in weitere Forschung & Entwicklung mit deutschen und europäischen Partnern am Dresdner Standort investiert.
Das AMTC wurde 2002 gegründet und hat seitdem mehr als 650 Mio. Euro in seine sächsischen Produktionskapazitäten und Entwicklungstätigkeiten investiert. Mit dem neuesten Projekt steigt die kumulierte Investitionssumme auf 780 Mio. Euro.