Renesas Electronics Jetzt doch Kapitalspritze der Anteilseigner

Nachdem es lange so aussah, dass der japanische Chipkonzern Renesas nach seinen hohen Verlusten kein neues Geld mehr bekommen würde, sollen sich die Eigner Mutsubishi, Hitachi und NEC jetzt doch auf eine Kapitalspritze in Höhe von rund 663 Mio. Dollar geeinigt haben.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, soll der Geldzufluss im Fall von Mitsubishi (185,4 Mio. Dollar) und Hitachi (223,8 Mio. Dollar) in Form von Krediten erfolgen, während NEC ebenfalls 223,8 Mio. Dollar als Garantiesumme bereitstellen soll.

Mitsubishi-CEO Hiroki Yoshimatsu ließ sich laut Reuters mit den Worten zitieren, dass man nicht bereit sei, darüberhinausgehende Kredite an Renesas zu vergeben. Stattdessen sieht er Renesas in der Pflicht, “seine Restrukturierung voranzutreiben, die Firma wieder profitabel zu machen und den Kredit zurückzuzahlen” – dies sind ungewöhnlich deutliche Worte im sonst sehr konsensorientierten Japan.

Die größte Herausforderung dürfte dabei für Renesas darin bestehen, die hoch defizitäre LSI-Einheit, welche System-on-Chip herstellt, in die Erfolgsspur zurückzuführen. Diese musste im letzten Geschäftsjahr in Folge des einbrechenden Fernseh- und Konsumergeschäftes allgemein einen Umsatzrückgang von 35,5 % hinnehmen.