Globalpress Electronics Summit 2011 Freescale liefert über 1 Milliarde MEMS-Sensoren in 30 Jahren

Glen Burchers, Director Global Segment Marketing bei Freescale: „Die Anzahl der MEMS-Sensoren in mobilen Geräten wird in den nächsten zwei Jahren um den Faktor 5 zulegen.“
Glen Burchers, Director Global Segment Marketing bei Freescale: „Die Anzahl der MEMS-Sensoren in mobilen Geräten wird in den nächsten zwei Jahren um den Faktor 5 zulegen.“

MEMS-Sensoren durchdringen immer mehr Anwendungen. „Die Anzahl der MEMS-Sensoren in mobilen Geräten wird in den nächsten zwei Jahren um den Faktor 5 zulegen“, erklärte Glen Burchers, Director Global Segment Marketing bei Freescale in seiner Keynote am dritten Tag des Electronics Summit im kalifornischen Santa Cruz.

Ein Drittel aller Mobiltelefone hat letztes Jahr bereits MEMS-Sensoren integriert, in diesem Jahr ist es jedes Zweite. Primär handelt es sich dabei um Drehraten- und Beschleunigungssensoren. Für Freescale hat es 30 Jahre gedauert, bis 1 Milliarde Bausteine ausgeliefert wurden. 1980 hat Motorola mit Drucksensoren begonnen. In den späten 80er Jahren kamen die ersten Inertialsensoren in Oberflächen-Mikrosystemtechnik hinzu. Bereits 1992 wurde die Zahl von 100 Millionen überschritten.

Freescale hat sein MEMS-Portfolio seit den Anfängen immer weiter ausgebaut. Heute umfasst das Spektrum Beschleunigungs-, Temperatur-, Druck- und Touch-Sensoren sowie Magnetometer und eCompass-Bausteine. Diese Bausteine wandern in immer mehr Applikationsfelder, wie Mobiltelefone, medizinische Anwendungen, Spielekonsolen und industrielle Anwendungen.

Immer mehr Anwendungen integrieren mehrere Sensoren, die Beschleunigung, Drehrate, Druck, Magnetfelder und Gesten erfassen. Für derartige Multi-Sensor-Anwendungen hat Freescale einen Smart-Sensor entwickelt, der neben einem Drei-Achsen-Beschleunigungssensor einen 32-bit-ColdFire-V1-Prozessor sowie Schnittstellen und Power-Management umfasst. An diesen Smart Sensor MMA9550L lassen sich zusätzlich noch bis zu 12 externe Sensoren anschließen, die dann alle von dem Host-Prozessor gesteuert und ausgewertet werden.

Energiesparen spielt gerade in batteriebetriebenen Anwendungen eine entscheidende Rolle. Mit dem Sensor MMA9550L lässt sich auf Systemebene die Leistungsaufnahme durch die Abschaltung des Host-Controllers, z.B. eines iMX-Prozessors, um über 90 Prozent reduzieren, die Stromaufnahme geht dann von 12 mA auf 100 µA zurück. Sobald ein Sensorsignal erfasst wird und der ColdFire-Prozessor entscheidet, dass der Applikationsprozessor benötigt wird, sendet der MMA9550L einen Interrupt an den Applikationsprozessor und weckt ihn auf.

Freescale bietet mit der i.MX-6-Familie auch die passenden Applikationsprozessoren an, die alle auf einem ARM Cortex A9-Prozessor basieren, der mit 1,2 GHz getaktet wird, und 3D-Grafikbeschleunigung. Je nach benötigter Rechenleistung gibt es den i.MX-6 als Single-, Dual oder Quad-Core-Variante.