Starkes Wachstum bei DRAM-Speichern Elpida Verlierer im ersten Quartal 2010

Um 8,8 Prozent wuchs der DRAM-Markt im ersten Quartal 2010 gegenüber dem 4. Quartal 2009. Der taiwanische Hersteller Powerchip war der große Gewinner, der japanische Hersteller Elpida der Verlierer. Die Koreaner Samsung und Hynix halten zusammen über 50 Prozent des Weltmarktes.

Im ersten Quartal 2010 konnte der taiwanesische DRAM-Hersteller Powerchip laut einer Untersuchung der Marktforschungsfirma iSuppli seinen Umsatz im Vergleich zum Vorquartal um 80,8 % auf 432 Mio. Dollar steigern. Schon in beiden Quartalen davor konnte der Umsatz jeweils um mindestens 60 % gesteigert werden, so dass in der Rangliste Platz 5 und ein Marktanteil von nunmehr 4,6 % herausspringt.

Dies ist allerdings gegenüber den beiden koreanischen Marktführern Samsung und Hynix fast vernachlässigbar: Diese vereinen mit 54,3 % Marktanteil mehr als die Hälfte der Weltproduktion auf sich, das Wachstum hielt sich mit 10,2 bzw. 8,4 % allerdings in Grenzen - freilich ausgehend von einem ohnehin schon hohen Niveau.

Der der ameikanische Hersteller Micron konnte mit 18,1 % überdurchschnittlich zulegen, Verlierer in der Top-Liste ist der japanische Hersteller Elpida, der als einige Firma von den Marktführer mit -3,3 % Verluste gegenüber dem Vorquartal hinnehmen musste. Zusammen erzielen die Top-5-Hersteller über 90 % Marktanteil.

Warum konnte Powerchip so zulegen und seinen ewigen Rivalen Nanya, ebenfalls aus Taiwan kommend, von Platz 6 verdrängen? Laut iSuppli verkauft Powerchip zunehmend einen Produktmix mit höherwertigen Bausteinen, die einen entsprechend höheren Verkaufspreis erzielen.

Für die Zukunft sieht iSuppli allerdings eine Wachstumsbremse. Erstens wird die produzierte Kapazität wachsen und die Verkaufspreise wieder sinken. Was die Top-Player angeht, sieht iSuppli ebenfalls keine großen verschiebungen. Samsung könnten mit 7,8 Mrd. Dollar Investment in neue Produktionsanlagen und Produktentwicklungen werden die Investitionen der Wettbewerber bei weitem übertroffen. Was die Jahre 2011 und 2012 angeht, werden die Investitionsentscheidungen erst im 2. Halbjahr getroffen, so eine längerfristige Vorhersage über die Marktentwicklung nicht möglich erscheint.