Elektronik-Zeitreise Elektronische Post im Kommen

Die wenigsten Büros sind vollständig papierlos, auch heute nicht. Aber E-Mail nutzt quasi jeder. 1991 war das anders.
Die wenigsten Büros sind vollständig papierlos, auch heute nicht. Aber E-Mail nutzt quasi jeder. 1991 war das anders.

Heute gibt es unzählige Mail Clients und viele davon sind Open Source Clients. Im Jahr 1991 war E-Mail-Software hingegen ein stark wachsender Markt. Die Elektronik berichtete.

Der Durchbruch des »papierlosen Büros« hat zur Enttäuschung bislang auf sich warten lassen. Ein Schritt in Richtung weniger Papier sind Electronic-Mail-Systeme. Und hier tut sich einiges: Nach einer Untersuchung der Market Intelligence Research Corporation hatte der weltweite Markt für E-Mail-Software 1989 ein Volumen von 686 Millionen Dollar. Bis 1996 soll er auf 6,1 Milliarden Dollar anwachsen.

Die Ahnen der »elektronischen Post« sind host-orientierte Systeme, die für den hausinternen Gebrauch bestimmt waren. Der Personal Computer und das lokale Netz (LAN) ebneten der Electronic Mail den Weg. Gegenwärtig zeichnen sich zwei Trends ab: zum einen in Richtung herstellerspezifischer Standards, die auf eine bestimmte Hardware fixiert sind.

Ein Beispiel dafür ist SNADS von IBM. Die zweite Schiene sind hardwareunabhängige Standards auf Basis des OSI-Modells (Open Systems Interconnection), wie sie vor allem von Seiten der Anwender gefordert werden. Dazu zählt beispielsweise der X.400.

Wichtigster nationaler Markt in Sachen E-Mail-Software sind die USA. Vor zwei Jahren (1989) lag ihr Anteil am Weltmarkt bei 57,4 %. Für 1992 schätzen die Marktforscher der MIRC, daß sogar über 63 Prozent des weltweiten Umsatzes mit E-Mail-Software in Höhe von 1,9 Milliarden Dollar in Amerika getätigt werden.