Nachwuchsförderung Ein Schülerwettbewerb schreibt Erfolgsgeschichte

BMBF und VDE präsentieren die "Invent a Chip"-Preisträger
BMBF und VDE präsentieren die "Invent a Chip"-Preisträger. Der Sieger findet sich auf dem Bild ganz auf der rechten Seite!

Die Sieger des Wettbewerbes "Invent a Chip" für Schülerinnen und Schüler ab der 8. Jahrgangsstufe stehen fest. Als Sieger-Projekt gilt dieses Jahr ein Mikrochip namens "IndukLoad", das Colin de Vrieze (18) vom Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal entwickelt hat. Ausrichter dieser Veranstaltung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik.

Der Wettbewerb startete im Frühjahr mit einer Rekordbeteiligung von 2900 Teilnehmern, darunter 30 Prozent Mädchen. Insgesamt wurden über 600 Projektideen eingereicht. Gefragt waren diesmal auch Ideen zur Elektromobilität.

Für viele wird es keine Überraschung sein, dass sich die wichtige Rolle der Mikrochips im Bereich der Elektromobilität in dem Sieger-Projekt "IndukLoad" widerspiegelt. Colin de Vrieze (18) vom Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal landete mit seinem Mikrochip, der das Laden von Elektromobilen effektiver gestalten soll, auf Platz Eins und erhält ein Preisgeld in Höhe von 3000 Euro. Der von ihm entwickelte Chip hat die Aufgabe, den berührungslosen Ladeprozess über Spulen zu steuern und dabei die Energie aus dem Netz möglichst effektiv einzusetzen. Der Schüler hat bereits Kontakte zur Industrie hergestellt und Interesse daran, seine Idee auch nach dem Wettbewerb fortzuführen.

Kevin Läufer (18) vom Gymnasium am Hoptbühl in Villingen beschäftigte sich intensiv mit der präzisen Steuerung von Robotern mit Allseitenrädern und kreierte einen Omni-Wheel-Drive-Controller. Sein Chip bescherte dem Schüler den mit 2000 Euro dotierten zweiten Platz. Dieser Controller ermöglicht es einem Roboter mit Allseitenrädern, ein Ziel über eine gerade Fahrt zu erreichen.

Die bessere Nutzung der Sonnenenergie stand für den Drittplazierten Jannik Springer (16) vom Städtischen Gymnasium Rheinbach im Fokus. Er realisierte eine Überwachung von Solaranlagen, die ihm ein Preisgeld von 1000 Euro einbrachte. Der prämierte Chip überwacht die Spannung und Temperatur der Solarzellen und ermöglicht damit eine rasche Erkennung von fehlerhaften Zellen. Den mit 2000 Euro dotierten Sonderpreis des BMBF für das Projekt mit der größten Industrierelevanz gewannen Patrick Moog (15), Benedict Schleyer (15) und Adrian Gehrig (16) vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Schweinfurt für ihren „Autoenergiesparchip“. Der Chip berechnet aus Umdrehungszahl, Geschwindigkeit, Art und Länge der Strecke, Tankinhalt, Akkustatus und Sonneneinstrahlung, ob ein Vollhybridauto mit Solarzelle am Zielort ankommt, und ermöglicht damit eine möglichst sparsame Fahrweise.