Hall of Fame Die "Elektronik"-Autoren des Jahres 2013

Methoden der Ladezustandsbestimmung und ihre Eignung für Lithium-Eisenphosphat- und Lithium-Titanat-Zellen von Prof. Dr. Jonny Dambrowski

Erschienen als Zweiteiler in den Elektronik-Ausgaben 7/2013 und 9/2013

Der Begriff Lithium-Ionen-Akku ist eigentlich ein Oberbegriff für eine ganze Reihe verschiedener Akkutechnologien, bei denen der Ladungsaustausch über Lithium-Ionen erfolgt. Dabei gibt eine Vielzahl von Kathoden-, Anoden- und Elektrolytmaterialien, die - je nach Zweck - auch noch in verschiedenen Paarungen und Zusammensetzungen auftreten. Jeder Veränderung dieser Materialien verändert natürlich auch die elektrischen Eigenschaften des Akkus. Ein besonders komplexes und bis heute noch nicht hundertprozentig verstandenes Thema ist die genaue Bestimmung des Ladezustands von Lithium-Ionen-Akkus. Dieser hängt von einer Unmenge von Faktoren wie der Alterung, der Temperatur, der Stromstärke, aber besonders von den eingesetzten Materialien ab. Es ist also kein Wunder, dass es für die Ladezustandsbestimmung ebenfalls eine Vielzahl von Möglichkeiten und Kombinationen gibt. In seinem zweiteiligen Artikel hat sich Prof. Dr. Jonny Dambrowski von der „Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg“ mit den speziellen Eigenschaften der Ladezustandsbestimmung einer noch recht jungen und vielversprechende Akkutechnik, Lithiumeisenphosphat- und Lithiumtitanat-Akkus, beschäftigt. Dafür hat er in mühsamer Kleinarbeit die Akkuzellen besorgt, die man eben nicht so einfach über den Distributor bekommt, und an ihnen verschiedene Methoden der Ladezustandsbestimmung getestet. Dabei hat er herausgefunden, dass sich die bewährten Methoden zur Bestimmung des Ladezustands nicht so einfach auf solche Akkus übertragen lassen und manche sogar ungeeignet sind. Mit seinen beiden Artikeln hat er diese Erkenntnisse in der Elektronik einem breiten Fachpublikum zugänglich gemacht. Damit hat Dr. Dambrowski eine echte Grundlage für den weiteren Umgang mit dieser neuen Akkutechnik geschaffen.