PLS Programmierbare Logik & Systeme Debugging von ST Stellar Automotive-Controllern

Die Software-Entwicklung vereinfacht und unterstützt die Architektur bei leistungsfähige Debug-, Trace- und Testfunktionen.
Die Software-Entwicklung vereinfacht und unterstützt die Architektur bei leistungsfähige Debug-, Trace- und Testfunktionen.

Mit der Unterstützung der Stellar-Automotive-Mikrocontroller von STMicroelectronics vereinfacht PLS Programmierbare Logik & Systeme die Software-Entwicklung für diese Architektur durch leistungsfähige Debug-, Trace- und Testfunktionen.

Dank der Kombination mehrerer neuer Technologien auf einem Chip lassen sich mit der Mikrocontroller-Familie »Stellar« leistungsfähige Steuergeräte für den Antriebsstrang, das Fahrwerk und für Fahrerassistenzsysteme (ADAS) realisieren. So sind die ersten Bausteine der neuesten Mikrocontroller-Generation unter anderem mit sechs Arm Cortex-R52-Kernen ausgestattet, die mit je 400 MHz getaktet sind. Zusammen mit 16 MB eingebettetem Phase Change Memory (PCM) ergibt sich eine hohe Multi-Core Performance für Echtzeit-Anwendungen. Außerdem verfügt die Stellar-Familie über vielfältige Sicherheits- und Schutzmechanismen, darunter ein Hardware-Security-Modul (HSM) sowie Lockstep-Funktionen. Ein Hypervisor für Software-Separation und Speicherschutz erhöht die funktionale Sicherheit und Zuverlässigkeit. Die Stellar-Familie erfüllt die anspruchsvollen Qualifizierungsanforderungen der Sicherheitsnorm für elektronische Systeme in Kraftfahrzeugen ISO 26262 bis ASIL-D. Zusätzlich fungieren drei Cortex-M4-Kerne mit Gleitkomma-Einheit und DSP-Erweiterungen als anwendungsspezifische Beschleuniger. Aufgrund der langjährigen engen Zusammenarbeit mit STMicroelectronics ist PLS als Mitglied des ST-Partnerprogramms in der Lage, Entwicklern bereits mit der Verfügbarkeit der ersten Bausteine aus der Stellar-Familie optimierte Debug- und Trace-Werkzeuge für diese komplexe Automotive-Mikrocontroller-Architektur bereitstellen zu können. So ermöglicht die neueste Version der Universal Debug Engine (UDE) u. a. echtes Multi-Core Debugging für dieses heterogene Mikrocontrollersystem. Anspruchsvolle Anwendungen, die über alle oder Teile der sechs Cortex-R52-Kerne sowie der M4-Kerne verteilt sind, können in einer einzigen Debug-Sitzung und innerhalb einer einzigen gemeinsamen Debugger-Instanz effizient gesteuert und analysiert werden.

Steuerung über Breakpoints

Mittels Multi-Core Run Control, einer spezifischen Funktion der UDE, lassen sich außerdem alle Kerne oder eine ausgewählte Gruppe unter Verwendung der auf den Bausteinen integrierten Debug-Logik synchron starten und stoppen. Multi-Core Breakpoints, die in gemeinsam verwendetem Code benutzt werden können, vereinfachen das Debugging komplexer Anwendungen. Ein solcher Breakpoint wirkt immer, unabhängig davon, welcher Kern gerade den Code ausführt. Neben der Unterstützung für die eigentlichen Applikationskerne erlaubt die UDE auch das Debuggen des auf den Stellar-MCUs integrierten Hardware-Security-Moduls. Das HSM kann zu diesem Zweck in das Multi-Core Run Control integriert werden.

Die optimierte Programmierung der in den Bausteinen der Stellar-Familie implementierten Phase Change Memories (PCM) erfolgt mit Hilfe des in der UDE integrierten Flash-Programmierwerkzeuges UDE Memtool. Im Vergleich zur herkömmlichen Flash-Programmierung ermöglicht der Phasenwechselspeicher eine schnellere, sicherere und präzisere Programmierung. In der Praxis bedeutet dies beispielsweise, dass auch einzelne Bytes geschrieben werden können, wo bisher nur das Schreiben ganzer Blöcke möglich war. Aufgrund der Eigenschaften von PCM kann Software-over-the-air (SOTA) für diese Speichertechnologie besonders effizient und zuverlässig eingesetzt werden. Spezielle Funktionen des UDE Memtools sorgen für eine reibungslose Unterstützung von SOTA.

Für eine detaillierte Analyse von Multi-Core-Anwendungen auf Systemebene unterstützt die UDE die umfangreichen Trace-Funktionen des CoreSight Debug- und Trace-Systems, das in den Arm Cortex-R52-Kernen, in den Cortex-M4-Kernen sowie für die On-Chip-Verbindungen implementiert ist.

Die drei Geräte UAD2pro, UAD2next und UAD3+ der Universal-Access-Device-Familie von PLS gewährleisten darüber hinaus über JTAG oder die Arm-spezifische Serial-Wire-Debug-(SWD)-Schnittstelle eine zuverlässige Debug-Kommunikation zu den Mikrocontrollern der Stellar-Familie. Für die Erfassung und Speicherung großer Mengen von Trace-Daten ideal geeignet ist dabei das UAD3+, das mit einem speziellen Trace-POD für den High Speed Serial Trace Port (HSSTP) der Stellar-MCUs und mit bis zu 4 GB Trace-Speicher erhältlich ist.