Rohm auf der embedded world »Das Power-Management beeinflusst die Rechenleistung«

Christian André spricht über die wachsende Bedeutung der Embedded World für Rohm.

Rohm ist ein relativ neuer Aussteller auf der embedded world. Wir diskutierten mit Christian André, President Europe Rohm, warum der Embedded-Markt immer wichtiger für das japanische Unternehmen wird.

Elektronik: Warum stellt Rohm auf der Embedded World aus?

Christian André: Mit vielen unserer Produkte zielen wir auf den Automotive-Markt und insbesondere auf das autonome Fahren ab. Allerdings genügt es heutzutage nicht mehr, nur die Halbleiterbausteine selbst anzubieten. Stattdessen muss man den Kunden eine Plattform bereitstellen. Um dies leisten zu können, haben wir in den vergangenen Jahren gemeinsam mit einigen Halbleiterfirmen, darunter Renesas und Intel, eine Embedded-Plattform entwickelt. Wir bringen in diese Lösung unser Know-how im Power-Management ein. Das Power-Management ist wichtig, denn es hat direkten Einfluss auf die Rechenleistung. Das ist der Grund, warum wir zunehmend an der Entwicklung von Embedded-Lösungen beteiligt sind.

Elektronik: Rohm konzentriert sich also erst seit kurzem auf den Embedded-Markt?

Christian André: Wir stellen erst zum zweiten Mal auf der Embedded World aus. Da es im letzten Jahr sehr gut lief, ist unser Stand dieses Jahr mehr als dreimal so groß wie im letzten Jahr. Mit 44 m² Fläche ist der Stand allerdings schon wieder fast zu klein für die zahlreichen Demos, die wir zeigen wollen.

Elektronik: Um welche Demos handelt es sich dabei?

Christian André: Natürlich zeigen wir die Embedded-Plattform, an der wir zur Zeit zusammen mit Mikroprozessor-Herstellern arbeiten. Daneben wollen wir auch den Sensor Hub präsentieren, an dem wir derzeit arbeiten. Für den Sensor Hub stellen wir selbst die Software bereit. Ein in Finnland ansässiges Software-Team von Rohm, das ebenfalls auf der Messe anwesend sein wird, entwickelt die Anwendungen und Algorithmen für die Sensoren.

Elektronik: Was erwarten Sie sich von der Messe?

Christian André: Rohm hat sich zum Ziel gesetzt, seinen Umsatz außerhalb Japans auf 50 % zu steigern. Europa ist für uns in den Bereichen Automotive und Industrial enorm wichtig. Auf der Embedded World wollen wir unsere Kunden treffen und unserem Unternehmensziel ein Stück näher kommen.

Elektronik: In Ihrem Standkonzept spiegelt sich Rohms Engagement in der Formel E wider.

Christian André: Das ist richtig. Im Formel-E-Projekt beschäftigen wir uns mit der Elektrifizierung des Antriebsstrangs. Unser gesamtes Kommunikations- und Designkonzept wird sich in den nächsten Jahren um die Formel E drehen. Für Rohm handelt es sich bei diesem Engagement um eine sehr wichtige Investition. Denn die Formel E gibt uns die Gelegenheit, unsere Technologie sichtbar zu machen. Wir können zeigen, dass die Technologie leistungsfähig und ausgereift ist, wenn sie in derart rauen Umgebungsbedingungen eingesetzt wird. Rohm bekommt dadurch außerdem die Möglichkeit, sich als wichtiger Player im Leistungshalbleitermarkt aufzuweisen.

Rohm Semiconductor ist auf der Embedded World in Halle 3A, Stand 322 zu finden.