Vernetztes Hören Cochlea-Implantat-Soundprozessor »Made for iPhone«

Der Nucleus 7 Soundprozessor von Cochlear ermöglicht hochgradig Hörgeschädigten nicht nur ein Leben in der Welt des Hörens, sondern verbindet sie über ihr Smartphone auch mit der mobilen, vernetzten Kommunikation.

Wem Hörgeräte keine ausreichende Hilfe bieten, dem können Cochlea-Implantate neue Möglichkeiten eröffnen. Mit dem »Cochlear Nucleus 7« steht seit dem vergangenen Jahr außerdem erstmals ein Cochlea-Implantat-Soundprozessor mit iOS-Anbindung zur Verfügung.

Telefonate, Musik und jeder andere Sound können hier von iPhone oder iPad direkt im Cochlea-Implantat-System empfangen werden. Das Hör-Erlebnis lässt sich zudem über die »Cochlear Nucleus Smart App« steuern und optimieren.

Seit Mitte 2018 ist die direkte App-Steuerung auch über Android-Smartphones möglich, das mobile Soundstreaming erfolgt dabei über den »Cochlear Wireless Telefonclip«.

Teilhabe an der modernen Kommunikationswelt

Der neue Ansatz weckte das Interesse der Computer-Zeitschrift c’t. In einem ausführlichen Test-Artikel widmet sich Technik-Redakteur Mirko Dölle neben Hörgeräten mit dem Nucleus 7 erstmals auch einem Hörimplantat. Er gibt Einblick in die Funktionsweise von Cochlea-Implantaten und berichtet über die Bluetooth-Funktion der neuen Lösung. Zum Test des Soundprozessors nutzte die Redaktion ein echtes 24-Elektroden-Implantat »Cochlear CI512«. Ein Widerstandsnetzwerk an den Elektroden simulierte den Hörnerv. Zur Beurteilung der Bluetooth-Funktionen wurde das Eingangssignal des Soundprozessors zusätzlich über einen Kontrollkopfhörer-Adapter ausgeführt.

Das Ergebnis fiel für Cochlear positiv aus: Hörhilfen »Made for iPhone« spielten im Vergleich zu anderen Konnektivitätsansätzen aus dem Bereich der Hörgeräte-Technik in »einer völlig anderen Liga«. Mobiles Streaming von Telefonaten und Multimedia seien »kein Problem«. Zudem könnten die Vernetzungsoptionen des Nucleus 7 auch mit einem smarten Hörgerät des dänischen Hörgeräte-Herstellers ReSound verwendet werden, was Menschen zugutekommt, die bimodal hören, das heißt, mit einem Cochlea-Implantat und einem Hörgerät.