Analyst prognostiziert Einbruch Chip-Branche erlebt Horrorjahr 2019

Die Marktforschungsfirma IC Insights prognostiziert den Top-15-Halbleiterherstellern ein grauenvolles Kalenderjahr 2019. Im Schnitt soll der Umsatz um 15 % zurückgehen, wobei insbesondere die Speicherhersteller noch mehr abstürzen werden.

Schaut man sich die Umsatzentwicklung der Top-15-Chip-Hersteller im Kalenderjahr 2019 an, prognostiziert ICInsights für die koreanischen Speicherhersteller Hynix und Smasung sowie den US-Konkurrenten Micron regelrechte Einbrüche: Minus 38 Prozent, minus 29 Prozent und minus 35 Prozent gegenüber 2018 sollen am 31.12.2019 zu Buche stehen, die größten Verluste seit der Finanzkrise im Jahr 2008.

Es grenzt fast schon an Ironie, dass Chip-Riese Intel mit einem Nullwachstum die Spitzenposition im Ranking zurückerobern wird, weil es Samsung eben so schlimm erwischt. Das größte Wachstum der Top-15 erzielen Sony dank seiner Bildsensoren mit 24 % sowie die Foundry TSMC und der taiwansiche Hersteller MediaTek, beide erreichen jedoch gerade mal 1 Prozent Wachstum.

Zweistellige Prozent-Verluste erleiden laut der Prognose auch die US-Hersteller Nvidia, Qualcomm und der japanische Hersteller Toshiba, TI rettet sich mit minus 9 Prozent Umsatz gerade noch in den einstelligen Verlustbereich.

Auf den Plätzen 12, 13 und 14 folgen dann wie an einer Perlenschnur die Europäer ST Microelectronics, Infineon und NXP. Während ST einen und NXP gleich zwei Plätze verloren, konnte Infineon mit “nur” minus 3 % Umsatzeinbuße Platz 13 verteidigen und damit NXP überholen. Der Abstand zu ST wird so klein wie noch nie sein, wenn die Zahlen von ICInsights so eintreffen werden.

Im Schnitt verlieren die Top-15 damit 15 Prozent Umsatz gegenüber 2018. Würde man TSMC als Foundry aus dem Ranking ausschließen, würde übrigens erstmal die Huawei-Tochter HiSilicon in die Top-15 einziehen. Die Chinesen erzielen 2019 voraussichtlich ein Wachstum um 24 % gegenüber 2018 und werden einen Umsatz von 7,5 Mrd. Dollar erzielen.