Fab-Ausrüster Book-to-Bill-Verhältnis der Fab-Ausrüster verschlechtert sich

Nach Aussage der Organisation SEMI, welche die Fab-Austrüster-Industrie vertritt, hat sich das Book-to-Bill-Verhältnis im April von 1,21 auf 1,13 reduziert. Während einige Hersteller wie Applied Materials gute Ergebnisse erzielen, erzielten andere wie Verigy Ltd. Verluste.

Ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,13 bedeutet, dass für eine Rechnungsstellung von 100 Dollar Neuaufträge in Höhe von 113 Dollar generiert werden. Jeder Wert über Eins bedeutet daher, dass mehr Neuaufträge hereinkommen als Altaufträge abgewickelt werden.

Im Jahr 2009 sah das ganz anders aus: In fast allen Monaten lag das Verhältnis unter Eins, die Branche erlebte eines der schwärzesten Jahre überhaupt. SEMI-CEO Stanley Myers sprach demnach auch davon, dass "es sich um einen bemerkenswerten Aufschwung handelt und um ein ermutingendes Zeichen für die ganze Industrie".

Der Umfang der Neuaufträge im April belief sich auf 1,44 Mrd. Dollar, 8,1 % über dem März und 478,7 % über dem April 2009, wo nur Neuaufträge im Umfang von 249 Mio. Dollar eingefahren werden konnten.

Gleichzeitig wurden im April Rechnungen in Höhe von 1,28 Mrd. Dollar verschickt, 16,2 % mehr als im März und 231,7 % über den 385,7 Mio. Dollar des April 2009.

Nicht allen Firmen in der Ausrüsterbranche geht es so gut wie Applied Materials, so erlebte FormFactor Inc., Hersteller von Wafer-Probe-Lösungen, gerade den Rücktritt des Top-Managements und Verigy Ltd., ein Hersteller von Testsystemen für SoCs und Speicher, musste einen Quartalsverlust von 1 Mio. Dollar bekanntgeben.