Automotive meets Electronics 2017 Autonomes Fahren im Fokus von ­Forschung und Entwicklung

Das Fahrzeug als Arbeitsplatz

Im dritten eingeladenen Vortrag ging Volker Fricke von IBM Deutschland auf die sich wandelnde Rolle des Fahrzeugs ein, das nicht länger nur ein Transportmittel sein werde, sondern sich zu einem Arbeitsplatz entwickeln werde. Dann werde der Fahrer nur noch sporadisch in das Fahren involviert sein. Damit dies Wirklichkeit werden könne, sei eine Vielzahl von Standards zu beachten. Diese reichten von Ladestationen über die Kommunikation der Fahrzeuge untereinander sowie die nötige Infrastruktur bis hin zu Details wie der Spezifikation von Nachrichtenformaten. Sein Vortrag machte auch deutlich, dass es sich bei der Standardisierung um einen sehr komplexen Vorgang handelt.

Assistenzfunktionen für die Übergabe der Fahraufgabe aus einem hoch automatisierten Fahrbetrieb standen im Fokus eines Vortrags von Niko Maas vom Lehrstuhl für Mechatronik und Systemdynamik an der Universität Duisburg-Essen. Er erklärte, welchen Problemen ein Fahrer bei der Übergabe der Fahraufgabe gegenübersteht. Darauf aufbauend wurden an seinem Lehrstuhl Unterstützungsmechanismen erarbeitet, die in einem Fahrsimulator validiert wurden.

Roboter als Dienstleister

Für den besten Beitrag wurde Kristin Fondahl ausgezeichnet. Ihr Vortrag „Automatisierung abseits des vollautomatisierten Fahrens – Service-Roboter in automatisierten Mobilitätssystemen“ gab einen Ausblick auf den Einsatz von Robotern in der Dienstleistung.

Auch das Thema „Bewegungsprädiktion und Interaktionsmodellierung für hochautomatisiertes Fahren auf der Autobahn“ kam anlässlich der Fachtagung zur Sprache. David Augustin von Opel lieferte einen Überblick über die bisher publizierten Methoden und Konzepte für die Prädiktion von Verkehrsteilnehmern und diskutierte ihre Eignung für das Szenario Autobahn. Unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte wie zum Beispiel der auf der Autobahn üblichen Manöver lassen sich aussichtsreiche Methoden zur Umweltprädiktion erarbeiten und daraus Bewertungskriterien ableiten.

 

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