ARM Techcon 2011 Atmel verschickt Muster von Cortex-M4-basierten Mikrocontrollern

Atmel hat an Kunden erste Muster seiner fünften Mikrocontroller-Generation mit der Bezeichnung SAM4S16 verschickt. Diese setzen auf ARMs Cortex-M4 auf und sollen Atmel Märkte im Bereich der digitalen Signalcontroller (DSC) eröffnen.

Im Jahr 2012 werden die MCU-Familien SAM3 (mit Cortex-M3) und SAM4 Atmels Angebot an Cortex-M-basierten Controllern mit fast 200 Derivaten fast vervierfachen. Die Chips wird es mit bis zu 2 Mbyte Flash-Speicher, 192 Kbyte SRAM und einer reichhalten Peripherieausstattung inklusive High-Speed-USB, CAN und Ethernet geben.

Viele Derivate werden außerdem mit einer Gleitkomma-Einheit (FPU) ausgestattet. Die Die SAM4S16-MCU wird mit maximal 120 Mhz getaktet, hat 1024 Kbyte Flash-Speicher, 128 Kbyte SRAM und neben der USB-Schnittstelle noch SDIO/SD/MMC, UARTS, TWIs, SPI, I2C, 12-bit-A/D- und D/A-Wandler sowie eine Busschnittstelle für externen Speicher wie PSRAM, NOR- und NAND-Flash und zusätzlich LCD-Module. Der Chip unterstützt weiterhin Atmels QTech-Technologie für Touchscreens, d.h. Knöpfe, Dreh- und Schiebregler für den industriellen Einsatz.

Beim Einsatz von ARMs DSP-Bibliothek erreichen die SAM4-MCUs im Vergleich zur Cortex-M3-basierten SAM3-Familie eine um 2x schnellere Festkommazahlen- und einem um 10x schnellere Gleitkommazahlen-Verarbeitung. Zielmärkte sind Medizinelektronik, Power-Management, Motorsteuerung, Smart-Metering und Fabrikautomatisierung.

Seit 1998 hat Atmel vier Generationen von aufwärtskompatiblen ARM-basierten Mikrocontrollern eingeführt, neben dem SAM3 die Familien SAM9XE, SAM7 und FR40162. Die SAM4-Chips sind pin- und aufwärtskompatibel zu den SAM3-MCUs. Die Massenfertigung wird im 2. Quartal 2012 aufgenommen.