Erneut Rendite über 50 Prozent ARM wächst auch 2015 weiter

Platz 25: Simon Segars (ARM) Gesamteinkommen 2.404.584 Dollar entsprechen 1,1 Promille vom Umsatz und 3,4 Promille vom Gewinn.
ARMs CEO Simon Segars kann weiterhin zufrieden sein - Umsatz und Gewinn stiegen auch im 1. Quartal 2015.

Der IP-Hersteller ARM, bekannt für seine Cortex-M-, A- und R-CPU-Cores, hat seine Erfolgsgeschichte auch im 1. Quartal 2015 fortgeschrieben. Nicht nur der Umsatz wuchs weiter, sondern man konnte auch die extrem hohe Umsatzrendite von über 50 % vor Steuern sogar noch steigern

Mit einem Umsatz von 348,2 Mio. Dollar konnte ARM gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 13 % zulegen, der Gewinn vor Steuern stieg von rund 155 auf rund 190 Mio. Dollar, was einer Umsatzrendite von 51,7 % entspricht. Damit konnte ARM den Rekord-Vorjahreswert von 50,4 % sogar noch steigern.

Den größten Teil steuerten wie zu erwarten Lizenzeinnahmen für Prozessoren bei, deren Einnahmen um 3 % wuchsen. Trotz erodierender Pro-Chip-Preise und dem überproportionalen Wachstum von Cortex-M-basierenden Mikrocontrollern, die vergleichsweise niedrige Verkaufspreise erzielen, stiegen die Royalties, also die Einnahmen, bei denen ARMs Lizenznehmer pro verkauftem Chip mit ARM-IP einen Anteil an ARM abführen, um 28 % auf 184,7 Mio. Dollar. Bei der Software und den Tools musste ein Umsatzrückgang um 9 % hingenommen werden.

Embedded wächst weiter

War ARM noch vor wenigen Jahren eine Firma, deren Einnahmen fast ausschließlich aus der Handy-Industrie kommen, hat sich das Bild gewandelt. Zwar wurden immer noch 46 % aller ARM-basierenden Chips in Mobilgeräte verbaut, zeichnet Embedded mittlerweile für 34 % der Auslieferungen. Home kommt auf 6 % und Enterprise auf 14 %.

Bei den CPU-Cores hat die Cortex-M-Familie nun auch den Uralt-ARM7-Core überholt: 43 % aller Chips beinhalteten eine Cortex-M-CPU gefolgt von ARM7/9/11 mit 35 % und Cortex-A mit 18 %. Cortex-R-Chips kamen lediglich auf 4 %.

Im 1. Quartal 2015 konnte ARM 30 neue Lizenzen verkaufen, davon allerdings nur 5 an Neukunden, d.h. Firmen, die zuvor noch keinen ARM-Core eingesetzt hatten. Eine Lizenz betrifft eine Architekturlizenz.

In Summe hat ARM damit in seiner Firmenhistorie bis heute 1228 Lizenzen verkauft, aus historischen Gründen führen immer noch ARM7, 9, 10 und 11 mit 526 Lizenzen vor dem jungen Cortex-M (300) und Cortex-A (208). Immerhin 18 Unternehmen wie Apple oder Qualcomm haben eine Architekturlizenz erworben, mit deren Hilfe sie eigene ARM-kompatible CPUs entwickeln können.

ARM wies Ende März 2015 3.397 Mitarbeiter aus, 103 mehr als Ende 2014.