STMicroelectronics Arbeiter geben Sparpaket eine Abfuhr

Laut einem Bericht der Zeitung "The Times of Malta" haben Arbeiter des Chip-Herstellers ST Microelectronics ein Sparpaket in Höhe von 600.000 Euro für den Erhalt der Backend-Fertigung auf der Insel abgelehnt. Was jetzt mit der Fab passiert, ist unklar, ST hatte ja mehrfach mit der Schließung gedroht.

Im April hatte ST Microelectronics für sein Werk auf Malta, in dem nach der Entlassung von 400 Arbeitern bereits 2009 nun noch 1400 Mitarbeiter beschäftigt sind und das der größte Arbeitgeber von Malta überhaupt ist, Einsparungsmaßnahmen in Höhe von 3 Mio. Euro angekündigt. Dieses Paket wurde jedoch nach und nach aufgeweicht, bis letztendlich 600000 Euro überblieben.

Umfassen sollte das Paket u.a. ein Einfrieren der Löhne bis 2012 und den Wegfall von Nachtzuschlägen. In der von der Gewerkschaft organisierten Abstimmung stimmten 505 Arbeiter gegen das Sparpaket und nur 29 dafür. Die Abstimmung fand eine Woche nach dem Abschluß einer Vereinbarung zwischen der maltesischen Regierung und ST statt, die das Ziel hat, das Werk mit staatlicher Unterstützung weiter in Betrieb zu halten. ST hatte mehrfach in der Vergangenheit damit gedroht, das Werk ohne einschneidene Sparmaßnahmen schließen zu müssen.

Die Mittel aus dem beschlossenen Hilfspaket sollten in eine neue, fortschrittlichere Produktionslinie investiert werden. Wie es nach der Abstimmung nun weitergeht, bleibt bis auf weiteres offen.