Aus Sechs mach Vier Anzahl der Leading-Edge-Foundries schrumpft weiter

Nicht nur die Prozessgeometrien schrumpfen, sondern auch die Anzahl der Foundries, die entsprechende Wafer fertigen können. Die Marktforscher von iSuppli glauben, dass in 20/22 nm neben Intel nur noch drei Foundries fertigen können.

Nachdem die japanischen Chip-Hersteller Renesas, Fujitsu und Toshiba schon bei 32/28 nm die Segel streichen mussten, trifft es laut iSuppli bei 20/22 nm auch den letzten europäischen Hersteller STMicroelectronics, der aus Kostengründen auf eine eigene Fertigung verzichten wird. Infineon hatte im Rahmen seiner "Fab-light"-Strategie bereits auf 45/40 nm verzichtet.

Da es neben Intel mit TSMC, Globalfoundries und Samsung nur noch drei Foundries geben wird, die Leading-Edge-Prozesstechnik bei 22/20 nm anbieten können, wird der Wettbewerb weiter eingeschränkt. Samsung hatte ja im Rahmen seiner Gesamtstartegie angekündigt, sein Foundry-Geschäft ausbauen zu wollen und Globalfoundries wird in den USA in absehbarer Zeit eine 22/20-nm-Fab in den USA in den Betrieb nehmen.

Laut iSuppli könnte aber auch Intel ab 2011 als Foundry für fabless-Hersteller wirken, die Intels Atom-Prozessor in ihre Designs integrieren wollen. Die bereits angekündigte Fertigungspartnerschaft mit dem FPGA-Startup Achronix dürfte nur ein erster Schritt sein: Auch wenn es beide Firmen noch bestreiten, würde es eine Win-Win-Situation bedeuten, wenn Intel einen Chip mit Atom-Core und Achronix-Logik fertigen würde. Derartige Designs (Prozessor+FPGA) werden ja bereits heute häufig in der Autoindustrie, Automatisierung und Kommunikationstechnik eingesetzt. "Stallarton", ein SiP mit Atom-Chips und zusätzlichem FPGA von Altera, ist ein deutlicher Hinweis auf eine entsprechende Marktnachfrage.