180 Millionen Dollar Verlust AMD: Ein weiteres Schreckens-Quartal beendet

Der Chip-Hersteller AMD hat einmal mehr ein wirtschaftlich schlechtes Quartal abgeschlossen. Neben einem Umsatzeinbruch wurde einmal mehr ein dreistelliger Millioenverlust eingefahren. Das Geschäft für Low-Power-Server unter der Marke SeaMicro wurde eingestellt.

Im ersten Quartal 2015 kam AMD auf einem Umsatz von nur noch 1,03 Mrd. Dollar, dies sind 26,4 % weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. Dabei wurde ein Verlust von 180 Mio. Dollar eingefahren, nachdem schon in Q4 2014 ein Verlust von 330 Mio. Dollar zu Buche stand. In Q1 2014 betrug der Verlust hingegen „nur“ 20 Mio. Dollar.

Das schlechte Ergebnis kommt primär durch einen Einbruch im Geschäft mit PC-Proezssoren zu Stande, wo die aktuelle APU „Kaveri“ im Vergleich zu entsprechenden Intel-Chips weder bei der Energieeffizienz noch bezüglich der absoluten Rechenleistung konkurrenzfähig ist. AMD hofft auf Verbesserungen, wenn die neue APU „Carrizo“ auf den Markt kommt. Die Umsätze in diesem Segment waren mit 532 Mio. Dollar rund 38 % niedriger als in Q1 2014. Zwar gab auch Intel in Q1 2015 gegenüber Q1 2014 etwas Umsatz ab (- 8 %), dies ist allerdings nur rund 1/5 des Umsatzrückgangs, den AMD zu verzeichnen hatte.

Was AMD allerdings noch mehr zu denken geben sollte, ist die Tatsache, dass trotz des Wachstums im Server-Markt, wo Intel 19 % zulegen konnte, auch hier ein Umsatzrückgang hingenommen werden musste. 498 Mio. Dollar Umsatz bedeuten minus 7 % im Vergleich zu Q1 2014. Auch das Geschäft mit Spielekonsolen konnte hier keine Kompensation liefern, da dies traditionell speziell im Vor-Weihnachsquartal stark ist.

Das Segment „alles Andere“ erzielte einen operativen Verlust von 107 Mio. Dollar, wofür alleine Restrukturierungskosten in Höhe von 75 Mio. Dollar stehen, die im Kontext mit dem Ausstieg aus dem Dense-Server-Geschäft, das unter der Marke SeaMicro betrieben wurde, am 16.4.2015, zusammenhängt. Im März 2012 hatte AMD das Startup SeaMicro für 334 Mio. Dollar gekauft, das Geschäft entwickelte sich jedoch nicht wie geplant.

Für das 2. Quartal 2015 erwartet AMD einen weiteren Umsatzrückgang in Höhe von 3 %.