FPGA-Hersteller Altera schließt Lücke zu Xilinx – F&E-Ausgaben um 30 % gestiegen

Altera holt im Wettbewerb mit Marktführer Xilinx auf und erwartet Ende 2011 beim Marktanteil nur noch 3 % hinter Xilinx zu liegen. Dies erklärte CEO John P. Daane der Elektronik bei einem Treffen in Alteras HQ in San Jose, Kalifornien.

Analysten würden für Xilinx einen Jahresumsatz von 2,35 Mrd. Dollar erwarten und für Altera 2,2 Mrd. Dollar, erklärte Daane.

2010 betrug der Umsatz von 1,954 Mrd. Dollar. Laut Daane waren vor allen Dingen die 40-nm-FPGAs überaus erfolgreich. Hier hat Altera einen Marktanteil von 67 %, Daane erwartet daher, dass Altera in den nächsten Jahren Marktführer wird.

Eine Folge von Alteras Erfolgen sind erhöhte Ausgaben für Forschung&Entwicklung (F&E), die von 265 Mio. Dollar in 2010 auf 330 Mio. Dollar in 2011 anstiegen. Die zusätzlichen Gelder sollen primär für die Entwicklung von IP-Blöcken und embedded-Mikroprozessoren genutzt werden, erklärte Daane weiter.

Alteras Ansatz der „maßgeschneiderten Plattform“ würde zu einer erhöhten Profitabilität der Kunden führen. Als Beispiel nannte er eine 3G/4G-Basisstation, dass viele unterschiedliche Implementierungen erfahre und für das ein ASIC-Design inklusive etwaiger Re-Spins wirtschaftlich nicht mehr darstellbar sei.

Auch Alteras neueste 28-nm-FPGAs erzielen laut Daane schon Umsatz. Im dritten Quartal 2011 seien dies 2 Mio. Dollar.

Der größte Wachstumsmarkt ist Automotive, auch wenn derzeit nur 3 % des Gesamtumsatzes auf diesen Geschäftsbereich entfallen -. 2010 waren es allerdings noch 1 %.

Laut Daane hat sich die Firma Altera komplett gewandelt: „Wir sind nicht mehr nur ein Chip-Lieferant, sondern ein System-Design-Partner unserer Kunden“.