Texas Instruments Abbau von 1.700 Arbeitsplätzen durch OMAP-Ausstieg

Rund einen Monat nach der Ankündigung, OMAP-Produkte nicht mehr für Mobilgeräte, sondern zukünftig nur noch für Embedded-Märkte anzubieten, teilte der texanische Chip-Hersteller mit, 1.700 Arbeitsplätze abzubauen.

Nachdem ein Verkauf des OMAP-Geschäftsbereiches nicht zustande kam, hat Texas Instruments auf den Ausstieg aus dem Smartphone- und Tablet-Geschäft reagiert. Pro Jahr sollen durch den Arbeitsplatzabbau ab Ende 2013 rund 450 Mio. Dollar eingespart werden, im 4. Quartal 2012 erwartet TI durch Abfindungen und andere mit der Neustrukturierungen in Verbindung stehende Kosten Belastungen von 325 Mio. Dollar.

Durch den Ausstieg aus dem Basisband-Geschäft hatte TI keine Möglichkeit mehr, integrierte Prozessoren wie Qualcomms Snapdragon, die Applikationsprozessor und Basisband auf einem Stück Silizium integrieren, zu entwickeln. Zudem brachen TI deren ehemalige Top-Kunden Nokia und RIM (Blackberry) weg.

Noch Mitte 2011 hatte CEO Richard Templeton in einem Exklusivinterview mit der Elektronik erklärt, “Investitionen voll auf OMAP und die damit verbundenen Kommunikations-Chips zu konzentrieren”.

Senior-Vice-President Greg Delagi, bei TI für Embedded-Prozessoren zuständig, erklärte, dass man den Arbeitsplatzabbau “mit schwerem Herzen beschlossen habe” und TI den betroffenen Mitarbeitern “weitreichende Unterstützung” zuteil lassen werden – von der Jobsuche bis zu Abfindungen.