Ethernet-Schnittstellen-IC 100 GbE, 400 GbE und FlexE in einem IC

Bereit für noch höhere Datenraten: Ethernet-Phy-ICs der META-DX1-Familie von Microchip.
Bereit für noch höhere Datenraten: Ethernet-Phy-ICs der META-DX1-Familie von Microchip.

Die vierfache Datenrate als bisher – bis zu 14,4 Tbit/s – können die Schnittstellen-ICs der Serie META-DX1 von Microchip übertragen. Sie bieten eine Zeitstempelgenauigkeit im Nanosekundenbereich und erfüllen die Timing-Anforderungen für 5 G.

Über seine Tochter Microsemi bietet Michrochip Technology als erster Halbleiterhersteller einen Ethernet-Physical-Layer-(PHY-)-IC, der Ethernet-Ports von 1 Gigabit Ethernet (GbE) bis 400 GbE, Flexible Ethernet (FlexE), MACsec-Verbindungsverschlüsselung (Media Access Control Security) und Zeitstempelgenauigkeit im Nanosekundenbereich bei Terabit-Übertragungsraten unterstützt. Mit der META-DX1 genannten IC-Familie – PM6110, PM6108 und PM6104 – lässt sich die Kapazität von Line Cards von 3,6 Tbit/s auf 14,4 Tbit/s bei 36 Ports mit 400 GbE oder bei 144 Ports mit 100 GbE vervierfachen.

Die ICs der META-DX1-Familie ermöglichen flexibles Crosspoint-Switching und vereinfachen den Übergang zu 100- und 400-GbE-Optiken. Telekommunikationsdienstleister können damit Netzwerke über Routing- und Switching-Plattformen aufbauen, Kosten senken, die Bandbreite optimieren sowie die Kapazität, Sicherheit und Flexibilität erhöhen. Sie stellen gerade von 100 auf 400 GbE um, um den Datenverkehr in Hyperscale-Rechenzentren zu unterstützen. Laut dem Cisco Global Cloud Index wird sich dieser Datenverkehr bis 2021 vervierfachen, wobei der Datenaustausch von Rechenzentrum zu Rechenzentrum um mehr als 30 % pro Jahr wächst.

Die META-DX1 MACsec-Engine sichert den Datenverkehr, der das Rechenzentrum oder das Unternehmensgebäude verlässt. Mit FlexE können sowohl Cloud- als auch Telekommunikationsdienstleister den Kapazitätsbedarf decken und gleichzeitig die Investitionskosten für Glasfaseranlagen senken, indem sie Verbindungen über das heutige Festnetz-Ethernet hinaus optimal konfigurieren, sodass kostengünstige, seriengefertigte Optiken zum Einsatz kommen können. Die META-DX1-Familie kombiniert MACsec und FlexE, um die nächste Phase der Skalierung beim DCI-Ausbau (Data Center Interconnect) einzuleiten.

Die dedizierte integrierte flexible Crosspoint-Switch-Funktion der META-DX1-Familie erleichtert OEMs den Marktübergang von 25-Gbit/s-NRZ- und 56-Gbit/s-PAM-basierten Architekturen, indem sie eine einzige Entwicklung – eine Schaltung – sowohl für 100 GbE, mit QSFP28-Optiken (Quad Small Form-factor Pluggable), als auch 400 GbE, mit QSFP-DD-Optiken, unterstützen können. Die ICs der META-DX1-Familie bieten präzise Zeitstempel auf Nanosekundenebene für jeden Port und stellen sicher, dass der Netzwerkausbau die anspruchsvollen Timing-Anforderungen von 5G-Mobilfunk-Basisstationen erfüllt.

Die ersten Bausteine der META-DX1-Familie werden im dritten Kalenderquartal 2019 als Muster zur Verfügung stehen. Sie sind untereinander kompatibel und werden durch das gleiche Software-Entwicklungskit (SDK) unterstützt.