Infineon 1,5 Milliarden verkaufte Sicherheitschips

1,5 Milliarden verkaufte Sicherheitschips für ID-Karten. Sie basieren auf der Sicherheitstechnologie Integrity Guard.
1,5 Milliarden verkaufte Sicherheitschips für ID-Karten. Sie basieren auf der Sicherheitstechnologie Integrity Guard.

Infineons Sicherheitstechnologie Integrity Guard schützt weltweit Pässe und ID-Karten. Das Funktionsprinzip schauten sich die Entwickler bei der DNA ab. Und das sehr erfolgreich: Mittlerweile wurden 1,5 Milliarden Sicherheitschips verkauft.

Integrity-Guard-Chips basieren auf einer selbstprüfenden Sicherheitstechnik. Zwei CPU-Kerne kontrollieren sich beim Ausführen von Operationen permanent gegenseitig. So wird der Sicherheitsstatus kontinuierlich überwacht. Auch ein autonomes Reagieren auf Sicherheitsbrüche ist laut Infineon mit der Technik möglich.

Das Sicherheitskonzept erinnert nicht zufällig an die Informationsspeicherung in der DNA, wo Informationen durch den Aufbau in einer Doppelhelix redundant vorliegen und Korrekturmechanismen die »Daten-Integrität« sicherstellen. Die Infineon-Entwickler nahmen sich diese Mechanismen zum Vorbild und haben sie auf digitale Prozesse übertragen.

Vollständig verschlüsselter Datenpfad

Die beiden CPU-Kerne arbeiten mit hardwareverschlüsselten Algorithmen und unterschiedlichen dynamischen Schlüsseln, was laut Infineon bei kommerziellen Sicherheitscontrollern noch immer ein Novum ist. Außerdem wurde der gesamte Datenpfad des Chips verschlüsselt. Gelingt der Datenabgriff, müssen sie vom Angreifer noch entschlüsselt werden.

In Behörden wird die Technik in Form der SLE 78-Produktfamilie für ID-Karten verwendet. Mit dem SLC 52G-Controller hat Infineon nun ein Nachfolgemodell vorgestellt, mit dem der technische Ansatz fortgeführt wird.