Auswirkung auf sämtliche Industriezweige ZVEI fordert mehr Geld für Embedded-Forschung

Der ZVEI – erstmals auch auf der Embedded World vertreten – hat eine »Nationale Roadmap Embedded Systems« publiziert, Eine der Forderungen lautet: Das BMBF soll branchenübergreifende Embedded-Forschungsprojekte mit 125 Millionen Euro jährlich fördern.

Die »Nationale Roadmap Embedded Systems« beschreibt den gegenwärtigen Status der Embedded-Industrie in Deutschland und leitet daraus Folgerungen für eine Forschungspolitik ab, die den Standort Deutschland nachhaltig stärken soll. Das vom ZVEI herausgegebene Papier wurde von enier hochkarätigen Kommission erarbeitet, bestehend aus Universitätsprofessoren und Vertretern der Industrie. Die Verbände ZVEI, BITKOM, VDMA, VDI und VDE unterstützen die Roadmap.

Seine erstmalige Präsenz auf der Embedded World wird der ZVEI nutzen, um seine Anliegen an Entscheidungsträger in Industrie und Politik heranzutragen. Wie nötig das ist, zeigt die Tatsache, dass sich kein hochrangiger Politiker bereiterklärt hat, bei der Eröffnung der Embedded World dabei zu sein. Aufgrund der gleichzeitig stattfindenden CeBIT sei dies schwierig, sagt Stephan Gurke, Koordinator der Embedded-Aktivitäten des ZVEI.

Immerhin ist es gelungen, bei Georg Schütte, Staatssektretär im BMBF, im Rahmen eines Acatech-Symposiums Anfang Februar in München das Bewusstsein für die Bedeutung von Embedded-Systemen zu schärfen. Unter anderem setzten sich die Autoren der Nationalen Roadmap für eine adäquate finanzielle Ausstattung nationaler und europäischer Forschungsprogramme ein. Die Initiativen SPES2020 auf nationaler und ARTEMIS auf europäischer Ebene betrachtet der ZVEI als geeigneten Rahmen zur Förderung der Forschung. Um die ambitionierten Forschungsziele zu erreichen, müsse das BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) branchenübergreifende Kooperationen - und das sind die genannten Forschungsprogramme - mit 125 Millionen Euro pro Jahr fördern.

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