Neue Boards und Module Zehn Jahre auf der sicheren Seite

Die neuen Intel-Embedded-Prozessoren der achten Generation werden von den Herstellern sofort auf Boards und Modulen implementiert.
Die neuen Intel-Embedded-Prozessoren der achten Generation werden von den Herstellern sofort auf Boards und Modulen implementiert.

Im Schatten der Computex hat Intel neue Embedded-Prozessoren vorgestellt. Die Hersteller ziehen mit ihren Board- und Modul-Implementierungen nach.

Während Intel derzeit die Core-Prozessoren der neunten Generation ausliefert und auf der Computex jüngst die zehnte Generation angekündigt hat, haben die Embedded-Computerhersteller in der vergangenen Woche mehrere Boards und Module mit Prozessoren der achten Generation vorgestellt. Der Grund ist, dass es von Intel im Schatten der Computex ohne größere Ankündigung neue Embedded-Prozessoren auf den Markt gebracht hat, die mindestens zehn Jahre verfügbar sein sollen. Für den Embedded-Markt wählt Intel schon seit geraumer Zeit einige Chips aus jeder Generation aus, die dann besonders lange verfügbar sind. Bisher wurden aber nur sieben Jahre garantiert. Die tatsächliche Verfügbarkeit kann aber länger sein und ist abhängig von der Nachfrage. So wurde z.B. der 80186 über 20 Jahre lang geliefert.

Mit den neuen Bausteinen Core i7-8665UE, i5-8365UE, i3-8145UE und Celeron 4305UE steht je ein Vertreter aus jeder Leistungsklasse zur Verfügung. Gegenüber früheren Embedded-Prozessoren der U-Serie profitieren die Anwender von der Möglichkeit, jetzt vier statt zwei Rechenkerne einsetzen zu können. Weiterhin können die Prozessoren mit dem Pufferspeicher "Optane" beschleunigt werden, den frührere Generationen nicht erkannten. Weiterhin ist USB 3.1 Gen 2 (10 Gbit/s) integriert – eine Verdoppelung der Übertragungsgeschwindigkeit gegenüber der ersten Generation.

Die Prozessoren gibt es von Intel auch ohne den Buchstaben "E" in der Bezeichnung. Diese Versionen sind für besonders flache Notebooks gedacht und werden nach wenigen Jahren wieder abgekündigt. Außerdem unterscheiden sich in ein paar Details. Am Beispiel des i5-8365U vs. I5-8365UE lässt sich das beispielhaft zeigen: Beide unterstützen DDR4-Speicher, der UE kann jedoch 64 GB adressieren, der U nur 32 GB. Beim UE ist im Package ein "Platform Hub Controller" integriert. Die integrierten Grafik-Engines sind identisch und steuern bis zu drei Displays an, beim UE aber nicht mehr über DVI, nur über HDMI, DP oder eDP. Der UE hat keinen SmartCache, eine Technologie, bei der der Cache von allen Prozessorkernen gemeinsam genutzt wird. Schließlich gibt es noch marginale Unterschiede bei den Taktfrequenzen bzw. deren Variabilität, wobei die maximale Taktfrequenz bei beiden Versionen mit 4,1 GHz gleich hoch ist.

Zu den Herstellern, die die neuen Prozessoren auf ihre Boards bestücken, gehören Aaeon, Advantech, Avnet/MSC, Congatec, Comp-Mall, IEI, Kontron, TQ u.a.

Bilder: 4

Boards und Computermodule

mit Intel-Embedded-Prozessoren der 8. Generation.