Embedded-Betriebssystem Wind River verstärkt Android-Aktivitäten

Mit der Eröffnung eines Android-Entwicklungszentrums in Stockholm verstärkt Wind River seine Aktivitäten im Bereich mobiler Geräte.

Wind River hat in Stockholm ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für Android eingerichtet. Die Software-Entwickler, die dort arbeiten, sollen die Palette der Geräte, die sich mit Android betreiben lassen, Stück für Stück erweitern. Auf Smartphones ist Android weit verbreitet. Auch in der Industrie besteht Interesse an der Verwendung dieses Linux-basierten Betriebssystems.

Ob das allerdings die Zielrichtung von Wind River ist, erscheint fraglich. Denn der Leiter des neuen Entwicklungszentrums, Jerry Ashford, soll »die Erweiterung der Geschäfte von Wind River« vorantreiben und die »Präsenz von Wind River in aufstrebenden Märkten wie Lateinameika, Osteuropa, Nahost und Afrika sowie im asiatisch-pazifischen Raum mit Schwerpunkt auf China« ausbauen. Industrielle Anwendungen sind nicht der Schwerpunkt dieser geografischen Regionen.

Jerry Ashford war, bevor er zur Intel-Tochter Wind River kam, als Vice President Emerging Markets bei Sun und bei Motorola tätig. Wind River bietet eine Standard-Softwareplattform auf Basis der aktuellen Versionen des Android Software Development Kits an, mit der die OEM-Kunden aktuelle Android-Gerätesoftware entwickeln können, ohne sich selbst ins Hamsterrad der stetig aktualisierten Update-Zyklen von Android begeben zu müssen.

Das neue Android Development Center in Stockholm ist einer von über 20 internationalen Standorten, an denen Wind River Software für bestimmte Branchen entwickelt. Weitere Zentren sind in Österreich, Kanada, Deutschland, Frankreich, Israel und Rumänien, in den Vereingten Staaten sowie in China, Japan und Süd-Korea. Personell hat Wind River in den vergangenen zwei Jahren das internationale Forschungs- und Entwicklungsteam um über 30 Prozent aufgestockt.