Die neue Version im Überblick Was ist neu in Windows Embedded Standard 7?

Windows Embedded Standard 7 kennt den Image Builder Wizard, mit dem sich schnell Prototypen erstellen lassen, und den Image Configuration Editor, der den Zugriff auf alle Einstellungen eines Setups gewährt.

Mit Windows Embedded Standard 7 ist der Nachfolger von Windows XP Embedded und Windows Embedded Standard 2009 erschienen. Die neue Version liefert die Eigenschaften und die Umgebung von Windows 7 in modularisierter, individuell anpassbarer Form.

Embedded-Betriebssysteme unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von Ihren PC-Geschwistern. Es beginnt bereits mit der Installation. Zwar erfolgt die Installation auch von einem Installationsmedium, doch dann wird – ausgehend von einer Musterinstallation – ein Image (Datenträgerabbild) angefertigt, das auf weitere Geräte der gleichen Serie übertragen wird. Die Anzahl der Geräte wird bei Windows Embedded Standard typischerweise zwischen einigen wenigen bis einigen hundert liegen.

Zur Erzeugung des Image gibt es in »Standard 7« einen neuen interaktiven Image Builder Wizard (IBW), mit dem Entwickler ein Betriebssystem erstellen, das hinsichtlich Anforderungen und Funktionsumfang auf das Endgerät abgestimmt ist. Für Entwickler, die mehr Flexibilität und fortgeschrittene Szenarien benötigen, gibt es den Image Configuration Editor (ICE). Er wird auf dem Entwicklungsplatzrechner installiert und ist vergleichbar mit Target Designer von Windows Standard 2009. Der größte Unterschied zwischen Image Configuration Editor und Target Designer liegt darin, dass ICE eine XML-Datei, das so genannte Answer File, erstellt und Target Designer ein Betriebssystem-Speicherabbild zusammenstellt. Die von ICE generierte Antwortdatei dient als Eingabe für den Image Builder Wizard, der das Betriebssystem auf dem Endgerät installiert.

Ein weiterer Unterschied ist, dass Standard 7 keine SQL-Komponentendatenbank benutzt, sondern eine Ordnerstruktur, die »Distribution Share« genannt wird. Für jede Architektur (32 bit und 64 bit) gibt es eine Distribution Share. Das Vorgehensmodell zwischen Standard 7 und Standard 2009 ist aber weitgehend gleichgeblieben. Man sucht nach Betriebssystem-Modulen, fügt diese und deren abhängige Module der Konfiguration hinzu, ändert Einstellungen und erstellt das Betriebssystem.

Mehr Flexibilität bei den Images

Eine weitere Neuheit ist der Package Scanner, der es ermöglicht, relevante Updates für ein Standard-7-Betriebssystem zu finden, ohne dass man eine Verbindung zu Windows Update hat.

Während Betriebssystem-Images unter den bisherigen Windows-Embedded-Standard-Versionen gleichsam »in Stein gemeißelt« waren, können diese Images jetzt auch nachträglich verändert werden. Das Tool dafür heißt »Deployment Image Servicing and Managment« (DISM). Es ist ein Befehlszeilen-Tool, das dazu benutzt wird, zu einem bestehenden Betriebssystem Module hinzuzufügen, was in Standard 2009 nicht möglich ist.