Betriebssysteme Virtualisierung mit Echtzeit

Mit der TenAsys-Software-Plattform laufen Echtzeit- und Windows-Betriebssystem gemeinsam auf einer Multicore-Hardware.

Der Systemsoftware-Spezialist TenAsys zeigt verschiedene Kombinationen von Windows mit Echtzeit-Betriebssystemen. Mit Virtualisierungstechnik laufen die verschiedenen Betriebssysteme auf einer gemeinsamen Multicore-Hardware, ohne sich gegenseitig zu beeinflussen.

TenAsys hat sein Software-Portfolio so weit ausgebaut, dass die unterschiedlichen Bausteine jetzt unter dem Titel „Software-Plattform“ zusammengefasst werden. Mit der von TenAsys entwickelten Virtualisierungstechnik laufen Windows-, Echtzeit- und Hypervisor-gestützte Anwendungen auf einem einzigen x86-Multicore-System (wie z.B. der neuen Intel-Skylake-Architektur). Das Ganze ist ohne Zusatz-Hardware möglich und sieht vielfältige Laufzeitkonfigurationen vor, die an die jeweilige Anwendung angepasst sind. Repräsentiert wird die Ten­Asys Software Platform derzeit durch die Produkte INtime für Windows, eVM für Windows und INtime Distributed RTOS. Mit diesen Software-Bausteinen sind industrielle Internet-of-Things-Anwendungen genauso realisierbar wie harte Echtzeit-Anwendungen für die Steuerung von Maschinen.

Als Beispiel zeigt TenAsys auf seinem Stand ein Demosystem, auf dem gleichzeitig eVM für Windows und das Echtzeitbetriebssystem QNX Neutrino 6.5 auf einem regulären Standard-Windows-PC installiert sind. eVM für Windows ist die Hypervisor-Umgebung für QNX, in der separiert von der Windows-Umgebung die Echtzeitanwendungen ablaufen. Dieser Ansatz ist vor allem für Firmen interessant, die ihre Bestandsanwendungen auf einer Windows-Plattform konsolidieren wollen.

Mehr Speicher auf 32-bit-Systemen

Darüber hinaus steht eine erneute Verbesserung der INtime-Architektur kurz vor dem Release: Die Unterstützung der Physical Address Extension PAE für Intel-Prozessoren. Diese Art der Speicheradressierung erweitert den 32-Bit-Adressraum des INtime-Echtzeit-Betriebssystems durch das Einblenden von zusätzlichem physischem Speicher. Mit diesem Kunstgriff lässt sich der Hauptspeicher eines INtime-Kerns je nach Gesamtspeichergröße auf bis zu 4 Gigabyte ausweiten. Damit sind auf INtime-Rechnern beispielsweise umfangreiche Datalogging-Applikationen realisierbar, die in Echtzeit große Datenmengen in kürzester Zeit erfassen und zwischenspeichern müssen.

Darüber hinaus stehen weitere Demos zu Themen wie der Skriptsprache Lua mit Echtzeitunterstützung, der C-basierten Motion-Programmierung im Zusammenspiel mit dem EtherCAT Soft-Master von KPA und ISG und mehr auf dem TenAsys-Stand bereit.

TenAsys auf der embedded world 2016: Halle 4, Stand 380