Smart Home Verbraucher würden Daten gegen Geld herausgeben

Smart-Home-System Qivicon der Deutschen Telekom.
Smart-Home-System Qivicon der Deutschen Telekom.

In Gebäuden und im Haushalt ziehen immer mehr intelligente und vernetzte Geräte ein. Aber die Nutzer sind sich auch der Risiken bewusst, die damit verbunden sind.

Am beliebtesten sind in Deutschland die intelligente Beleuchtung, Heizungsthermostate bzw. -steuerungen sowie smarte Küchen- und Haushaltsgeräte wie zum Beispiel Kühlschränke und Waschmaschinen. Die Verbraucher erwarten sich davon persönliche Vorteile und eine Senkung der Heiz- bzw. Stromkosten.

Allerdings erzeugen diese Geräte auch viele Daten, die die persönlichen Lebensgewohnheiten und Vorlieben widerspiegeln. Viele Geräte sind auch von außerhalb des Hauses zugänglich, z.B. fernschaltbare Steckdosen, Heizungen, Rolladensteuerungen etc. Den Verbrauchern ist bewusst, dass damit Sicherheitsprobleme verbunden sind. In einer im Auftrag von Intel Security durchgeführten Umfrage gaben 91 Prozent der Befragten an, dass sie besorgt sind, dass ihre persönlichen Daten von Cyber-Kriminellen gehackt werden könnten. Über bestehende Sicherheitsmethoden wie Passwörter waren die Befragten wenig begeistert: 69 Prozent der befragten Deutschen empfinden Passwörter im Smart Home als frustrierend und wissen nicht, wie sie bei der Anzahl der verschiedenen Passwörter den Überblick behalten sollen. Als Alternative schnitten biometrische Authentifizierungsmethoden in der Umfrage gut ab. Auf die Frage, welche Formen der biometrischen Sicherheit sie bevorzugen würden, gaben 53 Prozent den Fingerabdruck, 39 Prozent die Stimmerkennung und 34 Prozent Augen-Scans an.

Natürlich wecken die in einem Smart Home generierten Daten auch Begehrlichkeiten bei Unternehmen. Doch wie stehen die Nutzer dazu? 57 Prozent würden personenbezogene Daten gegen Geld weitergeben. Eine Mehrheit von 64 Prozent ist der Meinung, dass Unternehmen Coupons und Rabatte als Gegenleistung für die Daten bereitstellen sollten. Interessant ist dabei, dass weltweit die 18- bis 33-jährigen am liebsten Geld (63 Prozent) erhalten würden, im deutschen Durchschnitt sind 43 Prozent für Geld, 45 Prozent für Rabatte.

Die Umfrage "Internet der Dinge und Smart Home" wurde im Juli 2015 vom Marktforschungsinstitut Vanson Bournedurchgeführt. Insgesamt wurden 9.000 Verbraucher weltweit befragt, davon 2.500 aus den USA, jeweils 1.000 aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Brasilien und Indien sowie jeweils 500 aus Kanada, Mexiko und Australien.