Experimental-Satellit der Uni Würzburg UWE-3 kreist und kreist und kreist

Die Würzburger Experimentalsatelliten

UWE-1 war der erste deutsche Pico-Satellit und ist bereits im Deutschen Museum in München ausgestellt. Die Arbeiten an dem winzigen Satelliten begannen im Jahr 2004 unter der Leitung von Professor Klaus Schilling. Das Projekt lockte Studierende aus Japan, Rumänien, Kanada, Indonesien, Italien und Indien zu den Würzburger Informatikern vom Lehrstuhl für Robotik und Telematik. Nach etwa einem Jahr Bauzeit wurde UWE-1 am 27. Oktober 2005 mit einer russischen Kosmos-3-Trägerrakete zusammen mit fünf weiteren Satelliten in eine Umlaufbahn in 690 km Höhe gebracht. Ziel war die Durchführung von Telekommunikations-Experimenten. Die Herausforderung war dabei das Internet auf den Weltraum auszudehnen: Es galt, die gängigen Internet-Protokolle an die erschwerten Bedingungen im All anzupassen.

UWE-2 trat seine Reise in das Weltall am 23. September 2009 vom Weltraumbahnhof Sri Harikota in Indien an. Aufgabe von UWE-2 war es, mit einer fortgeschrittenen Software auf der Basis verschiedener Sensordaten möglichst genau seine Position und Ausrichtung zu bestimmen. Die Daten dafür stammten aus einem GPS-Empfänger sowie aus Messungen mit Sonnen-, Magnetfeld- und so genannten Inertial-Sensoren – letztere erfassen Beschleunigungs- und Rotationskräfte.

Derzeit arbeiten die Forscher an UWE-4, der mit Hilfe eines elektrischen Antriebs auch Positionsveränderungen gezielt durchführen soll.