Philips HealthWorks Unterstützung für KI-Start-ups in der Medizin

Contextflow testet derzeit seine 3D-Bildsuche mit zwei Partnerkliniken in Österreich und weitet diese 2019 auf andere, internationale Krankenhäuser aus.
Contextflow testet derzeit seine 3D-Bildsuche mit zwei Partnerkliniken in Österreich und weitet diese 2019 auf andere, internationale Krankenhäuser aus.

KI in der Medizin könnte vieles zum Besseren verändern. Doch die Entwicklung gestaltet sich äußerst schwierig. Viele Unternehmen greifen jetzt auf die Ideen von Start-ups zurück, so auch Philips HealthWorks. Neu im Accelerator von Phillips ist nun ein Wiener Start-up.

Contextflow, ist eines von 19 Start-ups aus 14 Ländern, die zur Teilnahme am 12-wöchigen Accelerator-Programm »AI in Healthcare« von Philips HealthWorks eingeladen wurden. Der Kurs soll die Entwicklung des jungen Unternehmens  beschleunigen. das sich unter mehr als 750 internationalen Startups behaupten konnte. Das Start-up ist eine Ausgründung der Medizinischen Universität Wien (MUW), der Technischen Universität Wien (TU) und des europäischen Forschungsprojekts KHRESMOI.

Das Thema des Accelerators konzentriert sich auf KI-basierte Anwendungen zur klinischen Unterstützung in Radiologie, Ultraschall und Onkologie. Contextflow stellt eine KI-gestützte 3D-Bildsuchmaschine für Radiologen bereit und ermöglicht es ihnen, schnell und einfach relevante Informationen zu finden. Die Technologie soll Zeit und Kosten sparen und Radiologen bei der Befundung von schwierigen Fällen unterstützen.

Von allen Teilnehmern ist das in Wien ansässige Unternehmen das einzige Startup, das eine Technologie für eine allgemeine bildbasierte Suche entwickelt hat, die es Radiologen ermöglicht, nach Krankheitsbildern zu suchen. Der Fokus liegt auf Lungen-CT-Scans und erstreckt sich auf neue Organe und Modalitäten in der nahen Zukunft. Der unterstützende und gut in den Arbeitsablauf der Radiologen integrierte Ansatz von contextflow passt zu dem Philips-Programm, das derzeit im niederländischen Eindhoven läuft.

Ziel des Programms ist es, den Mehrwert der Technologie der teilnehmenden Startups zu validieren, Geschäftsmodelle zu hinterfragen und anzupassen, sowie Partnerschaften für eine mögliche zukünftige Zusammenarbeit auszuloten. Die Unternehmen erhalten Feedback von führenden Experten in ihren Bereichen – Philips erhält Einblick in die Herausforderungen von KI-Startups mit Anwendungsfällen im Gesundheitsbereich.

Das Programm schließt am 12. Dezember mit einem »Breakthrough Day« in Eindhoven, bei dem alle teilnehmenden Startups vor über 300 Gästen, unter anderem aus der Philips C-Suite, unabhängigen klinischen Partnern und Investoren, präsentieren.