Innovation Trumpf mahnt bessere Rahmenbedingungen für KI an

Künstliche Intelligenz sei kein Job-Killer, sondern notwendig, um Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu sichern, sagt Trumpf-Entwicklungsleiter Schneider.

Mehr Breitband, mehr Kooperation, mehr Forschung – um den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in der Industrie besser vorantreiben zu können, mahnt der Maschinenbauer Trumpf bessere Rahmenbedingungen an. »Künstliche Intelligenz ist kein Job-Killer, sondern ein weiterer konsequenter Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und den Wohlstand hier abzusichern«, sagte Entwicklungsleiter Thomas Schneider am Freitag bei einer Veranstaltung in Ditzingen mit Blick auf den Digital-Gipfel der Bundesregierung kommende Woche. Das Maschinenbauunternehmen nutzt künstliche Intelligenz zum Beispiel für die Steuerung von Laser-Schneidmaschinen oder in der Qualitätskontrolle.

Schneider sagte, nur mit einem umfassenden Breitbandausbau ließen sich auch in ländlichen Gegenden große Datenmengen übertragen und damit neue KI-Lösungen auch in den Markt bringen. Und um auch weltweit eine starke Rolle spielen zu können, sei die Zusammenarbeit von Unternehmen und Regierungen über Grenzen hinweg notwendig. »Sonst ziehen uns China und die USA davon«, sagte Schneider. Zudem forderte er Förderprogramme für industrielle KI-Forschung und eine stärkere Ausrichtung der Hochschulen auf künstliche Intelligenz.

Auch die Unternehmen müssten allerdings ihre Hausaufgaben machen und noch stärker Daten auswerten und nutzen, um die Produktivität zu erhöhen. In der deutschen Industrie müssten jetzt die Weichen für die künstliche Intelligenz gestellt werden. »Sonst droht die Gefahr des Abstellgleises«, sagte Schneider.