Aktuelle Studie Softwarebranche im Aufwind

Die Softwarebranche befindet sich weiter im Aufwind.
Die Softwarebranche befindet sich weiter im Aufwind.

Die Softwarebranche in der EU wächst schneller als die Gesamtwirtschaft in Europa. Laut einer Studie zählte der Beitrag zur gesamteuropäischen Bruttowertschöpfung 2016 1 Billion Euro, ein Zuwachs von fast 10 Prozent seit 2014.

Das Wachstum des gesamteuropäischen Bruttoinlandsprodukts betrug dabei knapp sechs Prozent. Die Studie »The Growing €1 Trillion Impact of Software« wurde von der Economist Intelligence Unit im Auftrag von Software.org durchgeführt. Demnach sollen insgesamt 12,7 Millionen Arbeitsplätze in der EU von der Software-Branche abhängen. Den größten Anteil an der Gesamtwertschöpfung in der EU stellen Deutschland, Großbritannien und Frankreich. Aber auch Schweden und Polen verzeichneten einen deutlichen Zuwachs.

Für Deutschland besagt die Studie folgendes:

  • Deutschlands Softwarebranche zahlte 2016 insgesamt 39,4 Milliarden Euro an Löhnen, eine Steigerung von 12,4 % seit 2014. Dies ist der höchste Beitrag aller untersuchten EU-Länder.
  • Die Softwarebranche trug 2016 unmittelbar mit 66 Milliarden Euro zur deutschen Wirtschaft bei. Die Gesamtbruttowertschöpfung der Softwareindustrie ergab ganze 159,7 Milliarden Euro.

Die Unternehmen der Branche konnten laut Software.org auch neue Arbeitsplätze schaffen. Demnach haben Softwareunternehmen 2016 3,6 Millionen Menschen beschäftigt, 2014 waren es noch 3,1 Millionen. Auch seien diese Arbeitsplätze hochqualifiziert und gut bezahlt. Die Gesamtlöhne in der gesamten EU stiegen von 2014 auf 2016 von 139,2 auf 162,1 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 16,4 Prozent entspricht. Vor allem Polen und Schweden konnten von der guten Wirtschaftslage profitieren. In Schweden stieg der Gesamtlohn um 31,4, in Polen um 30,4 Prozent.

Die Studie führt außerdem einige Beispiele an, wie Software unsere Lebensweise und Arbeitswelt verändert. Von Archäologen, die 3D-Modelle von historischen Standorten erstellen, über Ingenieure, die mithilfe von 3D-Scantechnologie historische Tunnel renovieren, oder Wissenschaftler, die »akustische Fotos« für Blinde aufnehmen, bis hin zu Brauereien, die mit künstlicher Intelligenz 1.000 verschiedene Bierproben am Tag erstellen und katalogisieren.