Akquisition Seco schnappt sich chinesiche Firma

Vertragsunterzeichnung bei Fannal in Hangzhou (China)
Vertragsunterzeichnung bei Fannal in Hangzhou (China): Massimo Mauri, Seco Executive Director und Lesen Ding, CEO von Fannal.

Seco erwirbt mit der Rückendeckung einer staatlichen italienischen Kreditanstalt einen chinesischen Hersteller von Touch- und Display-Systemen.

Der Board- und Embedded-Computer-Hersteller Seco hat gemeinsam mit dem FII Tech Growth Fonds die Mehrheitsanteile an Fannal Electronics Co. Ltd., einem Hersteller von Human Machine Interaction Technologien mit Sitz in Hangzhou (China) erworben. Die Finanzierung wird von der Cassa Depositi e Prestiti (CDP) unterstützt, einem Kreditinstitut, dessen Mehrheit dem italienischen Ministerium für Wirtschaft und Finanzen gehört.

Fannal Electronics wurde im Jahr 2011 mit Blick auf den rasch wachsenden Markt von Touch-Screen-Technologien gegründet und hat sich nach Angaben von Seco zu einem Hightech-Anbieter, der sich durch Qualität und guten technischen Support auszeichnet. Fannal stellt Touch-Displays her und hat u.a. das dazu nötige Know-how an Bonding-Technologie.

Seco sieht in der Transaktion einen strategischen Wert, indem die FuE- und Produktionsmöglichkeiten gestärkt werden und mehr als 60 spezialisierte Fachkräfte das Unternehmen bereichern. 

Der FII Tech Growth Fonds investierte 2018 rund 10 Mio. € in Seco zur Beschleunigung und Internationalisierung. FII Tech Growth wird durch die CDP-Gruppe gefördert, die Körperschaften des öffentlichen Rechts mit Investitionskrediten unterstützt, aber auch privaten Unternehmen langfristige und zinsgünstige Finanzierungen verschafft.

Fannal behält Minderheitsbeteiligung

Lesen Ding, Gründer von Fannal, wird einen Minderheitsanteil behalten und das Unternehmen weiterhin als sein General Manager und CEO leiten. Nach Abschluss des Investments wird Ivan Brambilla, ein Manager mit langjähriger Vertriebs- und Führungserfahrung aus Unternehmen wie Magneti Marelli, Toshiba und 3M dem Board of Directors von Fannal beitreten und für die wirtschaftliche Expansion auf dem europäischen Markt verantwortlich zeichnen.