Halbjahreszahlen vorgelegt S&T weiter auf Wachstumskurs

Das S&T-Headquarter in Linz, Österreich.
Das S&T-Headquarter in Linz, Österreich.

Trotz schwächelndem Amerika-Geschäft konnte der österreichische Embedded-Experte S&T seinen Umsatz weiter steigern. Das ergaben die Halbjahreszahlen für 2019. CEO Hannes Niederhauser gibt große Ziele aus.

Nach Abschluss der ersten sechs Monate des Jahres 2019 ist der österreichische Konzern S&T weiter auf Wachstumskurs. Der Umsatz erhöhte sich im ersten Halbjahr um rund 12 Prozent von 422,7 Mio. Euro auf 473,8 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Ebenso konnte das Bruttoergebnis gesteigert werden (von 154,8 Mio. Euro auf 174,5 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr). Insgesamt ergibt das eine Bruttomarge von 36,8 Prozent (Vorjahr: 36,6 Prozent).

Das EBITDA (Gewinn vor Steuern und Zinsen) steigerte sich im ersten Halbjahr 2019 um rund 21 Prozent von 36,7 Mio. Euro auf 44,3 Mio. Euro. Auch das Konzernergebnis nach Minderheiten wuchs im ersten Halbjahr 2019 um rund 12 Prozent (von 16,2 Mio. Euro auf 18,2 Mio. Euro). Damit erhöhte sich auch der Gewinn pro Aktie um zwei Cent von 26 auf 28 Cent.

Amerika-Geschäft schwächelt

Weiter positiv entwickelten sich die Segmente »IoT Solutions Europe« und »IT Services«:

  • Die Umsätze im Segment »IT Services« stiegen im ersten Halbjahr 2019 um knapp 6 Prozent auf 204 Mio. Euro (Vorjahr: 192,9 Mio. Euro).
  • Im Segment »IoT Solutions Europe« stiegen die Umsätze um knapp 27 Prozent auf 198,5 Mio. Euro (Vorjahr: 155,8 Mio. Euro).

Das Segment »IoT Solutions America« liegt dagegen hinter den Vorjahresumsätzen zurück. Grund seien Umstrukturierungen in dem Bereich. Im ersten Halbjahr 2019 lagen die Umsätze bei 71,2 Mio. Euro (Vorjahr: 71 Mio. Euro). Hier rechnet S&T durch Synergieeffekte aus den Abschlüssen der Umstrukturierungen sowie aufgrund neuer Design-Gewinne mit einer Rückkehr auf den Wachstumspfad noch im Jahr 2019.

Liquidität ist rückläufig

Die Vermögens- und Liquiditätslage ist nach Ablauf der ersten sechs Monate des Jahres 2019 solide, aber rückläufig. So betrugen die liquiden Mittel zum 30. Juni 2019 266,1 Mio. Euro. Das Eigenkapital belief sich zum 30. Juni 2019 auf 364,2 Mio. Euro (31. März 2019: 377,9 Mio. Euro, 31. Dezember 2018: 367,3 Mio. Euro).

Der Rückgang ist neben der gezahlten Dividende von 10,6 Mio. Euro auf den Erwerb von weiteren Minderheitenanteilen im 2. Quartal zurückzuführen.

»Wir wollen noch schneller und effizienter werden«

CEO von S&T, Hannes Niederhauser, erklärt: »Im ersten Halbjahr 2019 haben wir unser Wachstum, das S&T schon seit zehn Jahren prägt, weiter erfolgreich fortgesetzt. In der Zukunft wollen wir uns aber nicht nur auf die »beste Technologie« verlassen, sondern noch schneller und effizienter werden. In den nächsten zwei Jahren werden wir daher das neue »PEC Programm« umsetzen, mit dem wir umfangreiche Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Profitabilität, Effizienz und des Cashflows angehen. Wir bestätigen unser Ziel im Geschäftsjahr 2019 1,145 Mrd. Euro Umsatz sowie über 100 Mio. Euro Profitabilität (EBITDA) zu erreichen. Zudem sind wir voll auf Kurs bis 2023 unser Ziel von zwei Mrd. Euro Umsatz zu erreichen«.