User Interface Responsive Design – nicht nur für's Web

Responsive Design: einheitliche Benutzeroberfläche bei unterschiedlichen Bildschirmgrößen und Hardware-/Betriebssystem-Plattformen.
Responsive Design: einheitliche Benutzeroberfläche bei unterschiedlichen Bildschirmgrößen und Hardware-/Betriebssystem-Plattformen.

Ob Fernseher, Auto oder Haushaltsgeräte: Immer mehr lässt sich über Smartphones und Tablets steuern. Damit stehen die Hersteller vor dem Problem, ein einheitliches Bedieninterface über mehrere Plattformen liefern zu müssen.

Die meisten Fernseher und Kabel- oder Sat-Empfänger werden nach wie vor mit einer herkömmlichen Fernbedienung ausgeliefert, doch viele bieten jetzt auch die Möglichkeit, das Gerät mithilfe einer mobilen App von einem Smartphone oder Tablet aus zu steuern. Das hat den Vorteil, auf einem »zweiten Bildschirm« nach einem neuen Kanal suchen zu können, um zu sehen oder zu prüfen, ob ein Programm auf Aufzeichnung eingestellt ist, während der primäre Fernsehbildschirm unbeeinträchtigt bleibt.

Darüber hinaus kann es sich als einfacher erweisen, bei der Suche nach Programmen oder Filmen die grafische Tastatur und die App-Funktionalität eines Smartphones zu nutzen, statt auf einer Fernbedienung mit 4-Wege-Wippe umständlich durch Menüs zu navigieren. Allerdings ist die Entwicklung und Aktualisierung des Codes sowohl für eine Set-Top-Box als auch für mehrere Geräte-Betriebssysteme, z.B. iOS und Android, sehr aufwändig, zumal die häufigen Betriebssystem-Updates der Smartphones auch immer wieder Aktualisierungen an den Apps nach sich ziehen.

In derartigen Situationen macht sich eine plattformübergreifender Lösungsansatz bezahlt, der durch Entwicklungs-Frameworks wie Qt ermöglicht wird. Einerseits sorgt das für eine konsistente Bedienoberfläche auf verschiedenen Geräten, andererseits genügt dazu ein einzige Codebasis.

Auch Automobilhersteller sind bestrebt, die Bedienphilosophie über alle Plattformen im Wagen hinweg sicherzustellen, ob es sich um das im Armaturenbrett untergebrachte Haupt-Entertainmentsystem handelt oder um Touchscreen-Geräte, die auf der Rückseite der Sitze für die Peingebaut sind. Außerdem wünscht man sich, das fahrzeuginterne Erlebnis auch auf die Regelung von Geräten von Drittanbietern ausweiten zu können, möglicherweise über Apps, die durch eingebaute WiFi-Technologie ein Streaming von Inhalten vom Infotainment-System direkt auf die Geräte erlauben. 

Die Entwicklung einer durchgehenden Nutzererfahrung für vielfältige Geräteplattformen bereitet den Software-Teams häufig Kopfzerbrechen und kann zu Verzögerungen des Zeitplans für die Markteinführung führen – besonders können Updates der Geräte-Betriebssysteme mitten im Entwicklungszyklus sämtliche Zeitpläne über den Haufen werfen. Demzufolge werden plattformübergreifende Methoden aller Voraussicht nach bei den Entwicklern immer beliebter werden.