Vertriebsänderung für Echtzeit-Betriebssystem Radisys gibt OS-9-Geschäft in Deutschland an MicroSys ab

Zu kleine Brötchen gebacken: Für Radisys lohnt sich ein eigener Software-Vertrieb für Deutschland offenbar nicht mehr. Verkauf und Support des Echtzeit-Betriebssystems OS-9 übernimmt der Partner Microsys.

Der Hardware-Anbieter MicroSys vertreibt ab sofort für Radisys das Echtzeit-Betriebssystem Microware OS-9. Radisys und OS-9 sind für MicroSys keine Unbekannten, denn bezüglich Board Support Packages (BSPs) haben die beiden Hersteller schon lange zusammengearbeitet. Damit liegen Vertrieb, Support und die Entwicklung von BSPs jetzt in einer Hand.

Mit der Änderung in der Vertriebsstruktur wechseln auch zwei Statthalter des Softwaregeschäfts von Radisys in Deutschland zu MicroSys: Peter Schuller, Vertriebsmanager und Kei Thomsen, Field Application Engineer sind weiterhin die Ansprechpartner für OS-9-Kunden. Mit Peter Schrag bleibt noch ein Mitarbeiter bei Radisys, der die Abwicklung von Bestellungen betreut.

Radisys hat sich im Hardware-Bereich sehr stark auf das Geschäft mit AdvancedTCA-Systemen konzentriert. Dieses Geschäft ist vor allem in Asien und den USA sehr stark. Auch sein Echtzeit-Betriebssystem OS-9 verkauft Radisys schwerpunktmäßig in Telekomunikations-orientierte Anwendungen. Industriekunden mit speziellen Anforderungen, kleinen Stückzahlen und immer wieder neuen Anpassungswünschen an aktuelle Mikrocontroller passen nicht so recht in dieses Geschäftsmodell. Peter Schuller glaubt, dass die Betreuung durch Microsys zusätzliche Möglichkeiten bei der Unterstützung weiterer Hardware eröffnet.

Auch der von Radisys einmal jährlich veranstaltete Technologietag soll 2010 wieder stattfinden, dann aber unter der Regie des Vereins Embedded4You.