Mit Bildstrecke Offizieller Launch von Windows Embedded Standard 7

Multitouch ist eines der wichtigsten neuen Features von Windows Embedded Standard 7.

Am gestrigen Dienstag feierte man bei Microsoft den offiziellen Start der deutschen Sprachversion von Windows Embedded Standard 7. Die Microsoft-Partner zeigten bereits Geräte, die mit dem neuen 7er-Embedded-Windows laufen.

Lorraine Bardeen, Marketing Manager der Embedded Business Group, betonte auf der Launch-Veranstaltung, Microsoft habe diesmal großen Wert darauf gelegt, dass die Partner in der Lage sind, zum offiziellen Verkaufsstart bereits auch Produkte mit der neuen Version vorzustellen. Das ist keineswegs selbstverständlich, denn im Gegensatz zu PCs und Notebooks muss ein Embedded-Betriebssystem erst an das Gerät angepasst werden. Mit der »Community Technology Preview« alias Beta-Version hat Microsoft seinen Partnern jedoch Zeit gegeben, die neue Version bereits zu testen und damit zu experimentieren.

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Windows Embedded Launch

Offizieller Launch der deutschen Version von Windows Embedded Standard 7.

Einen Schwerpunkt legte Bardeen auf Mediengeräte wie Set-Top-Boxen für Fernseher und öffentliche Displays. Diese Geräte, die bisher vorwiegend mit Windows CE gesteuert wurden, sieht Microsoft in Zukunft eher im Bereich von Windows Embedded Standard angesiedelt, da Arbeitsspeicher sehr preiswert geworden ist. Deshalb ist Windows Embedded Standard 7 auch die erste Version, die mit einem kompletten Mediacenter ausgerüstet ist.

Wenn auch Mediageräte vorwiegend in Asien hergestellt werden, so sieht Bardeen die Entwicklung vielfach in Europa lokalisiert. Außerdem habe Europa bei Digital Signage einen technologischen Vorsprung von »ein bis zwei Jahren«. Windows Embedded sei hier außerdem sei gefragt in der Gebäudeautomation, bei Infotainment-Geräten im Auto sowie bei der PC-gestützten Automatisierung.

Für die Entwickler hat sich vor allem unter der Oberfläche viel getan: Das System-Image ist jetzt nicht mehr so strikt versiegelt wie bisher. Der Gerätebetreiber kann Sicherheitspatches und Updates einspielen, die den Funktionsumfang des Gerätes erweitern. Die Silverlight-Technologie trennt bei der Bedienoberfläche Aussehen und Programmlogik. Und die Touch-Funktionen unterstützen eine Gesten-gesteuerte Bedienung und Mehrfinger-Interaktion wie z.B. das Zoomen mit zwei Fingern. In der Industrie besteht schon Nachfrage nach Multitouch, denn dann könnten z.B. Sicherheitsfunktionen so realisiert werden, dass beide Hände den Bildschirm berühren müssen, damit bestimmte Funktionen ausgelöst werden.