Embedded-Betriebssystem Neue Nucleus-Version spart Strom und kommuniziert drahtlos

Die neue Version des Echtzeit-Betriebssystems Nucleus von Mentor Graphics beherrscht Power-Management und bringt mehr Kommunikationsfunktionen mit, u.a. einen IPv6-Stack sowie Bluetooth und Zigbee.

Das Nucleus-Echtzeitbetriebssystem unterstützt zahlreiche Architekturen und Prozessorfamilien, darunter ARM, Mips, PowerPC und SuperH sowie DSPs und Soft-Prozessorkerne auf FPGA-Basis. Es wird in mehr als 2,3 Milliarden mobilen Endgeräten eingesetzt. Das neue Power-Management nutzt Funktionen der Zielprozessoren, wie z.B. eine dynamische Anpassung der Taktfrequenz und der Versorgungsspannung um Strom zu sparen. Diese Funktionen können durch API-Calls vom Applikationsentwickler aufgerufen und in eigenen Programmen verwendet werden.

Nucleaus zielt damit auf den Einsatz in batteriebetriebenen Geräten. Indem die Power-Management-Funktionen über API-Aufrufe gesteuert werden, wird der Code portabler und Entwickler können einmal entwickelten Code für spätere Anwendungen besser wiederverwenden.

Die dritte Generation des Nucleus-Echtzeit-Betriebssystems wurde auf die »ReadyStart-Plattform« erweitert. Sie integriert Software-IP, Entwicklungs-Tools sowie Dienstleistungen und bietet für Anwendungen, bei denen schnelle Boot-Zeiten, deterministische Performance und kleine Code-Größen entscheidend sind, eine einsatzbereite Lösung. Mentor verspricht, dass Entwickler mit der Nucleus-ReadyStart-Plattform eine hardwarespezifische Anwendungsentwicklungsumgebung in nur zehn Minuten erstellen können. Die Plattform enthält die Mentor-Embedded-Sourcery-CodeBench-Technologie, eine integrierte Entwicklungsumgebung auf GNU-Basis und das Inflexion, das Tool zum Erstellen grafischer Benutzeroberflächen für Embedded-Geräte. Weitere Informationen über die neuen Nucleus-basierten Technologien gibt es auf der Website des Unternehmens.