Hardware-/Software-Entwicklung Neue Funktionen für Debugger von PLS

Mit der Version 5.2 der UDE stellt PLS neue Funktionen für Entwickler bereit.
Mit der Version 5.2 der UDE stellt PLS neue Funktionen für Entwickler bereit.

Die Universal Debugging Engine von UDE von PLS stellt mit der neuen Version 5.2 neue Funktionen bereit. Für Entwickler sind gerade Funktionen zur Laufzeitbeobachtung von High-End-SoCs bedeutend.

Einige gänzlich neue Funktionen sowie eine Reihe von Optimierungen für noch effizienteres Debugging stellt PLS Programmierbare Logik & Systeme mit der neuen Version 5.2 der Universal Debugging Engine (UDE) bereit. So unterstützt die auf der Embedded World erstmals vorgestellte UDE 5.2 zum Beispiel Datentransfers über Network-on-Chip (NoC).

Neue Trace-Funktionen

Mit der neuen Version gewährleistet die UDE Trace-Funktionen für Datentransfers zwischen den sechs Arm Cortex-R52-Kernen, Spezial-CPUs und Peripherals für Mikrocontroller (MCU) der Stellar-Familie von STMicroelectronics (STM). Neben der Stellar-Serie bedient PLS die MCUs STM32H7 und SPC58 von STM, außerdem die neuen Aurix-Bausteine TC33 und TC36 von Infineon sowie die RH850-Familie und die R-Car H3 System on Chips (SoCs) von Renesas.

Weiterhin lassen sich mit der neuen Version Datentransfers über Network-on-Chip (NoC) beobachten. Solche Netzwerke kommen zunehmend zum Einsatz, wenn es darum geht, in hochkomplexen High-End-Mikrocontrollersystemen eine effiziente und flexible Datenübertragung auf dem Chip zu gewährleisten. Parallel dazu kann der Anwender einen herkömmlicher Code-Trace eines oder mehrerer Cores durchführen. Hiermit erlaubt die UDE erstmalig ein Bewerten des Gesamtsystemverhaltens von High-End-Mikrocontrollern.

Erstmalig kommt für den Core-Trace zudem eine speziell für Arms CoreSight ETM v4 optimierte Trace-Analyse zum Einsatz, die eine intelligente Korrelation von zusammengehörendem Daten- und Instruktions-Trace bietet. Somit wird das anschließende Auswerten der aufgezeichneten Trace-Informationen für den Anwender stark vereinfacht. Darüber hinaus sind speziell für die Stellar-Familie die Trace-Funktionen für das Bosch Generic Timer Module (GTM) verfügbar.

RTOS-Software

Für das Entwickeln von Echtzeit-Anwendungen unter der Kontrolle von Echtzeitbetriebssystemen können Anwender in die UDE darüber hinaus Add-Ins für die RTOS-Awareness der aktuellsten FreeRTOS- und SafeRTOS-Betriebssystemversionen einbinden. Hiermit stehen für Entwickler alle nötigen Informationen der Betriebssysteme wie Tasks, Queues, Semaphores / Mutexes oder Timers in übersichtlicher Form bereit. Ein weiteres Add-on erlaubt einen Überblick über die Objekte und den Status des Betriebssystems PXROS-HR von HighTec.

Verwalten von Software-Projekten

Vereinfacht wurde mit der neuen Version weiterhin das Verwalten von Software-Projekten. Die neue Version wurde mit vielen Quellcodepfaden überarbeitet und weiter optimiert. So erlaubt sie nicht nur eine unbegrenzte Anzahl von Pfadersetzungsregeln für Quelldateien, ebenso ist jetzt der Ausschluss von kompletten Quellpfaden möglich. Das ist sinnvoll, wenn der Entwickler Software-Bibliotheken ohne verfügbaren Quellcode nutzen möchte.

In komplett neuem Outfit präsentiert sich zudem die Breakpoint-Verwaltung in der Oberfläche der UDE. Alle Breakpoints im Code sowie Daten-Breakpoints sind ab sofort an zentraler Stelle in der UDE für den Entwickler erreichbar und so noch schneller und komfortabler editierbar. Eine wichtige Rolle nimmt diese zentrale Stelle im Umgang mit Multicore-Breakpoints ein. Sie können in Code, der von mehreren Cores gemeinsam verwendet wird, genutzt werden. Hier lassen sich diejenigen Cores festlegen, welche auf den gesetzten Multicore-Breakpoint reagieren, also synchron anhalten sollen.

Einsatz im Automotive-Bereich

Für Entwickler im Automotive-Bereich verspricht PLS mit der neuen Version ebenfalls Verbesserungen. So wird mit der UDE 5.2 das Software-Debugging über das »Universal Measurement and Calibration Protocol« (XCP Version 1.5) unterstützt, welches von der »Association for Standardization of Automation and Measuring Systems« (ASAM) als Associated Standard zum eigentlichen XCP definiert wurde. Gerade für Entwicklungen im Antriebsstrang bietet der Debug-Kanal den Vorteil, dass sowohl die UDE, als auch Mess- und Kalibrier-Werkzeuge ohne zusätzlichen Hardware-Aufwand gleichzeitig mit dem Steuergerät kommunizieren können. Ein zeitraubendes Wechseln der Tools ist somit nicht mehr erforderlich.