Computermodule Kontron gleicht nanoETXexpress-Spezifikation mit COM Express 2.0 ab

Das Computermodul nanoETXexpress-TT ist mit den neuen Atom-CPUs der Reihe E6xx ausgestattet.
Das Computermodul nanoETXexpress-TT ist mit den neuen Atom-CPUs der Reihe E6xx ausgestattet.

Eigentlich gleich und doch anders: Die nanoETXexpress-Spezifikation 2.0 von Kontron ist identisch mit der Spezifikation COM Express 2.0 – bis auf ein paar Ausnahmen.

Im September 2010 hatte die PICMG die Spezifikation COM Express 2.0 verabschiedet. Darin ist u.a. eine neue Steckverbinderbelegung »Typ 10« definiert worden. Typ 10 ist von Typ 1 abgeleitet und gewährt mehr Flexibität bezüglich der I/O-Signale. So können z.B. der zweite und dritte Serial-ATA-Kanal, einige PCI-Express-Lanes, der zweite LVDS-Kanals sowie TV out und VGA mit anderen Signalen belegt werden, z.B. USB 3.0 oder DDI. Ebenfalls weggefallen sind einige 12-Volt-Versorgungsleitungen, zugunsten zweier serieller Schnittstellen.

Die nanoETXexpress-Spezifikation von Kontron nimmt diese Änderungen in ihrer Version 2.0 auf. Was in COM Express 2.0 nicht definiert ist, ist allerdings der Formfaktor der nanoETXexpress-Module von 55 x 84 mm². Der kleinste COM-Express-Formfaktor ist das Format »compact« mit 95 x 95 mm². Gerhard Szczuka, Produktmarketing-Manager für Computermodule sagt dazu: »Das Compact-Format war schon drei Jahre auf dem Markt, bevor es von der PICMG endlich in den Standard aufgenommen wurde. Genauso wird es mit 'nano' auf laufen«. Einen (in-)offiziellen Namen für das Scheckkarten-Format gibt es schon: Es wird höchstwahrscheinlich COM Express Ultra heißen.

Eine weitere Ausnahme von offiziellen Typ-10-Pinout ist die optionale Belegung der zweiten seriellen Schnittstelle mit einem CAN-Bus-Signal. Diese Änderung trägt dem Umstand rechnung, dass der »Platform Controller Hub« EG20T der neuen Atom-Prozessorserie E6xx einen CAN-Bus bereitstellt.