Teilübernahme Kontron erwirbt Mainboard-Geschäft von Fujitsu

Der Technologie-Campus von Kontron in Augsburg.
Der Technologie-Campus von Kontron in Augsburg.

Seit Oktober letzten Jahres ist klar: Fujitsu schließt den Standort in Augsburg. Ende September 2020 wird dort Schluss sein. Nun springt Kontron in die Presche.

Im Rahmen einer Teil-Unternehmensübernahme mit Fujitsu Technologie Solutions übernimmt Kontron das in Augsburg angesiedelte Embedded-Motherboard-Geschäft. Die kartellrechtliche Genehmigung wird für das vierte Kalenderquartal 2019 erwartet. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Kontron hat seinen Sitz in Augsburg und ist eine Tochtergesellschaft von S&T.

Für Kontron ist die Übernahme des Embedded-Motherboard-Geschäfts ein Schritt, um die Produkte mit eigener IoT-Software zu ergänzen. Die Übergabe des operativen Geschäfts von Fujitsu an Kontron ist für Oktober 2019 geplant.

Da es sich bei dem Deal um eine Teilübername handelt, werden keine Mitarbeiter von Fujitsu direkt übernommen. Kontron möchte aber Mitarbeiter mit geeigneten Qualifikationen in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Produktion und Vertrieb übernehmen. Fujitsu-Mitarbeiter können sich bei Kontron oder Fujitsu melden, wenn sie zu Kontron wechseln wollen. Aktuell haben bereits 20 Mitarbeiter ihr Interesse bekundet. Kontron kann sich vorstellen, bis zu 50 zu übernehmen, vornehmlich Ingenieure mit entsprechender Qualifikation.

Carlos Queiroz, COO von S&T zum Deal: »Das erstklassige Mainboard-Portfolio von Fujitsu wird mit unseren IoT-Software und -Services für IoT, Industrie 4.0 und Künstliche Intelligenz ideal ergänzt. Zusätzlich kennt Kontron die Anforderungen der bestehenden Kunden und setzt mit der Übernahme ein klares Zeichen als zukunftsorientierter Arbeitgeber in Bayern«.