KI-Forschung In Lübeck entsteht eine Außenstelle des DFKI

DFKI-Standort Saarbrücken auf dem Campus der Universität des Saarlandes.
DFKI-Standort Saarbrücken auf dem Campus der Universität des Saarlandes.

In den Standorten Kaiserslautern, Saarbrücken und Bremen forschen Angestellte des DFKI bereits zu verschiedenen Themenstellungen. Nun will es eine Außenstelle in Lübeck etablieren – mit dem Ziel, die KI-Forschung im Bereich Medizin weiterzubringen.

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) mit Sitz in Kaiserslautern, Saarbrücken und Bremen will eine weitere Außenstelle in Lübeck etablieren. Für den Informatik-Bereich der Universität Lübeck bestätigt die Entscheidung das große Entwicklungspotential. Unterstützt wird das Errichten der neuen DFKI-Außenstelle vom Land Schleswig-Holstein mit drei Millionen Euro für die nächsten drei Jahre.

Vertreter des DFKI hatten sich zuvor vom Profil und der Leistungsfähigkeit der Lübecker Informatik vor Ort überzeugt. Maßgeblichen Anteil an der Wahl auf den Standort Lübeck hatte unter anderem der Erfolg der Universität beim KI-Innovationswettbewerb des Bundes. Hiermit einhergehend erfolgte die Gründung des »KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme« (KI-SIGS), einem norddeutschen Forschungsverbund zur Nutzung von KI-Methoden in der Medizin unter der Führung Lübecks. Die Themensetzung des neuen Standorts im Bereich »künstliche Intelligenz in Medizin und Medizintechnik« passt somit gut zum Profil der Universität und ergänzt gleichzeitig das Profil des DFKI.

Partnerschaft auf Probe

In den kommenden drei Jahren will das DFKI zwei bis drei Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Teilthemen der KI in Medizin und Medizintechnik aufbauen. Das Land Schleswig-Holstein finanziert dabei vor allem das erforderliche wissenschaftliche Personal, die Universität Lübeck stellt in der Hauptsache die Räume und die Arbeitszeit von Professoren zur Verfügung. Jedoch ist die neue Partnerschaft erst einmal auf Probe: Nach drei Jahren erfolgt eine Evaluierung darüber, ob der Ansatz erfolgreich war und der Standort dauerhaft etabliert wird. Die Universität gab an, die Pläne über die Zusammenarbeit in den nächsten Wochen konkretisieren zu wollen. Unterdessen betonte das Land Schleswig-Holstein, man wolle weltweit führend im Einsatz von KI im Bereich Medizin werden.

DFKI-Projekte adressieren das gesamte Spektrum von der anwendungsorientierten Grundlagenforschung bis zur markt- und kundenorientierten Entwicklung von Produktfunktionen. Aktuell forschen etwa 1.100 Mitarbeiter aus über 65 Nationen an Software-Anwendungen zu unterschiedlichen Schwerpunkten wie Smarte Daten & Wissensdienste, Cyber-Physical Systems oder eingebettete Intelligenz.