Positive Geschäftsentwicklung Green Hills: Ende der Krise

Der Embedded-Software-Lieferant Green Hills sieht für sich die Krise als überwunden: Der Umsatz des 4. Quartals 2009 war um 40 Prozent höher als der des 3. Quartals 2009.

Die Zahlen sind dennoch mit Vorsicht zu genießen, denn Green Hills Software ist ein in privater Hand befindlicher Betrieb, der keiner Veröffentlichungspflicht unterliegt. Deshalb gab das Unternehmen bisher auch noch nie absolute Zahlen bekannt, sondern immer nur punktuelle, nicht vergleichbare Erfolgsmeldungen. Wie hoch der Umsatz in den entsprechenden Quartalen 2008 war, dazu äußert sich Green Hills nicht.

Die spektakuläre Steigerung könnte deshalb auch einem Investitionsstau bei den Kunden zu verdanken sein, den diese jetzt langsam auflösen. Gleichzeitig hat Green Hills mit der Zertifizierung seines Betriebssystems Integrity nach Common Criteria EAL 6+ einen Vorstoß in das Geschäft mit Banken und Versicherungen gewagt, die von diesen besonderen Security-Features profitieren können. Im 4. Quartal 2009 lag der erfolgreiche Abschluss der Zertifizierung ein halbes bis dreiviertel Jahr zurück, so dass in diesem für Green Hills neuen Markt wahrscheinlich einige Projekte entscheidungsreif waren und erfolgreich an Land gezogen werden konnten.

Wie man es vom streitbaren CEO Dan O'Dowd fast schon erwartet, kann er sich auch diesmal einen Seitenhieb auf den Wettbewerb nicht verkneifen: »Mit der Aufgabe der eigenen Unabhängigkeit und dem Kauf durch Intel hat Wind River viel Vertrauen als zuverlässiger Lieferant von non-Intel-Software verloren«. Deshalb betrachtet O'Dowd Green Hills nun als den Marktführer bei Prozessor-unabhängiger Software.