Google wird TUM-Partner Gemeinsame Forschung an Künstlicher Intelligenz

Partnerschaft besiegelt: Eric Schmidt, der Münchner Google-Leiter Wieland Holfelder und TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann (v.l.).
Partnerschaft besiegelt: Eric Schmidt, der Münchner Google-Leiter Wieland Holfelder und TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann (v.l.).

Als erstes nicht-europäisches Unternehmen ist Google jetzt Exzellenzpartner der TUM. Der Schwerpunkt der Kooperation liegt auf dem Thema Künstliche Intelligenz.

Die Technische Universität München (TUM) und Google haben am Freitag einen Rahmenvertrag  für gemeinsame Forschungsprojekte geschlossen. In Forschung und Innovation werden sie unter anderem in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen und Robotik zusammenarbeiten. Daneben stiftet der Tech-Riese  eine Million Euro in die TUM Universitätsstiftung. Google ist das erste nicht-europäische Unternehmen, das offizieller Exzellenzpartner der Universität wird.

Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit wird auf dem Thema „Artificial Intelligence” liegen, auch in der Innovationsförderung. UnternehmerTUM, das Zentrum für Innovation und Gründung an der TUM, hat dazu kürzlich die „AppliedAI Initiative“ gestartet. Das Programm fördert Gründer und Unternehmen bei der Entwicklung und vor allem der Anwendung Künstlicher Intelligenz. Google wird hier als Technologiepartner in den kommenden drei Jahren weitere rund 250.000 Euro an Geld- und Sachmitteln sowie personelle Unterstützung investieren. 

Silicon Valley trifft auf Isar Valley

Für Google ist München neben der Zentrale in Hamburg der größte Standort in Deutschland. Das Unternehmen ist seit 2006 in der bayerischen Hauptstadt mit eigenem Büro vertreten. 2016 wurde ein neues Entwicklungszentrum mit heute über 500 Mitarbeitern eröffnet. Schwerpunkte der Tätigkeit sind Softwareprodukte zu Datenschutz, Datensicherheit sowie Künstlicher Intelligenz (KI) in der Cloud.

Zwischen der TUM und Google gibt es seit Jahren weitere Kooperationen. Zum Thema Augmented Reality beispielsweise entwickelte ein gemeinsames Team mit "ScanComplete" eine Methode, um 3D-Scans von Räumen automatisch zu vervollständigen und semantisch zu analysieren.

Big Data und interdisziplinäre Projekte

Die TUM bemüht sich intensiv um die Vernetzung der Ingenieurwissenschaften mit Naturwissenschaften und Medizin sowie mit den Sozialwissenschaften. 2017 entstand zum Beipsiel das Projekt DIFUTURE (Data Integration for Future Medicine), dessen Ziel es ist, digitale Patientendaten zusammenzuführen und auszuwerten, um Krankheiten besser zu verstehen und schneller individuell richtige Entscheidungen zu treffen.

Ein neues interdisziplinäres Forschungszentrum entsteht derzeit mit der Munich School of Robotics and Machine Intelligence. Außerdem setzt due TUM darauf, Forschungsergebnisse in marktfähige Innovationen umzusetzen. Jedes Jahr werden hier mehr als 70 Unternehmen gegründet.