Messevorschau embedded world 2011: Spiegelbild des Aufschwungs

Die Geschäfte brummen wieder und alle Indikatoren deuten darauf hin, dass die embedded world 2011 in Nürnberg abermals Rekorde aufstellen wird - etwas schwieriger ist die Frage zu beantworten, welche Trends sich abzeichnen.

Das Gute an der embedded world ist, dass immer schon im Voraus feststeht, dass die Messe wieder ein Erfolg wird. Selbst in den Krisenjahren 2009 und 2010 war das so. Zwar hat die Wirtschaft im Verlauf des Jahres 2010 ein beispielloses Comeback hingelegt, aber es darf daran erinnert werden, dass noch vor einem Jahr, im März 2010, große Unsicherheit herrschte. Die Indikatoren zeigten zwar schon nach oben, aber niemand wusste zu diesem Zeitpunkt genau, ob die Krise wirklich schon den Tiefpunkt durchschritten hatte. Die Aussteller reagierten besonnen und verkleinerten teils die Flächen, hielten ihrem Branchentreff aber die Treue. Zu aller Überraschung kletterte die Besucherzahl 2010 um 15 Prozent

Wie sieht es da nach dem rasanten Aufschwung aus, der sich in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres manifestiert hat? Da die Zahlen während der Krise bis auf die Ausstellungsfläche stabil geblieben sind, würde man erwarten, dass jetzt auch die Ausschläge nach oben nicht so spektakulär sind. Doch die NürnbergMesse kann vier Wochen vor Messebeginn 15 Prozent Neuaussteller vermelden – und das bei zu vernachlässigender Fluktuation. »Das ist schließlich eine Branche, in der Geld verdient wird, da gibt es kaum Pleiten oder Übernahmen – und wenn, dann tauchen die Unternehmen auch danach oft unter ihrem alten Namen auf,« sagt Alexander Mattausch, Projektleiter der embedded world bei der NürnbergMesse. Wenig überraschend legt auch die Fläche der Messe wieder zu – um mindestens zehn Prozent. Und wenn man die Besucherzahl von 15 850 (2009) und 18 350 (2010) fortschreibt, so wird man dieses Jahr wohl den 20 000sten Besucher begrüßen dürfen.

Was sich in diesem Jahr allerdings sehr deutlich manifestiert hat, ist ein starker »Last minute«-Ansturm. Noch im Januar gab es viele Buchungen. Das muss aber kein Trend sein, sondern kann auch damit zusammenhängen, dass die Budgets für 2011 erst in letzter Minute festgeklopft wurden.