Entwicklungswerkzeuge Debug- und Testfunktionen für Mikrocontroller von NXP

Ab sofort untertstützt die UDE weitere Mikrocontroller von NXP:
Ab sofort untertstützt die UDE weitere Mikrocontroller von NXP.

Mit der aktuellen Version der Universal Debug Engine (UDE) von PLS sind neue Funktionen verfügbar. Dazu zählen Fehlersuch- und Systemanalyse-Funktionen für Arm-basierte MCUs von NXP.

Ab sofort unterstützt die UDE von PLS Programmierbare Logik & Systeme NXPs Mikrocontroller-Units »S32S247« und »i.MX RT«. Der Multicore-Controller S32S247 vereint als Baustein der S32-Automotive-Plattform von NXP vier mit bis zu 800 MHz getaktete Cortex-R52-Prozessoren. Sie besitzen jeweils einen Lockstep-Core sowie 16 MByte integrierten Flash-Speicher. Ausgelegt auf sicherheitskritische Echtzeitverarbeitung bis ASIL-D, adressiert der Baustein verschiedene Steuerungs-Domänen, vorrangig in Fahrzeugen mit Hybrid- und elektrischen Antrieben. Eine im Vergleich zur Vorgängergeneration bis zu 7-fach höhere Rechenleistung erschließt dem MCU zusätzlich vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Bereich des autonomen Fahrens.

Die mit einen Arm Cortex-M7 ausgestatteten i.MX RT-Prozessoren können je nach Ausführung mit bis zu einem Gigahertz getaktet werden. Mit ihren Echtzeitfunktionen adressieren sie unterschiedlichste Anwendungen aus den Bereichen IoT, Konsum- und Industrieelektronik sowie Automobiltechnik.

Individuelle Anpassungen möglich

Laut PLS profitieren in beiden Fällen Entwickler bei der Fehlersuche und der Systemanalyse von der intuitiven Bedienbarkeit der UDE-eigenen Benutzeroberfläche. Weder der Einstieg in die UDE noch der Umstieg von einer anderen Mikrocontroller-Architektur auf die neuen NXP-Bausteine erfordern einen großen Einarbeitungsaufwand. Hierbei bietet die UDE ihren Anwendern viel Freiraum für Anpassungen an individuelle Vorlieben und Bedürfnisse. Besonders hilfreich erweisen sich neben den interaktiven Debug-Möglichkeiten die vielen Visualisierungsmöglichkeiten der Anwendungszustände in der Benutzeroberfläche.

Ein umfassender Scripting Support, der ebenso die Voraussetzungen für ein automatisiertes Debugging und Testen schafft, rundet das Paket ab. Erwähnenswert ist außerdem die Unabhängigkeit der UDE von einer spezifischen Skriptsprache. Dank dem Nutzen von Microsoft COM als Basistechnik für die Software-API der UDE können Entwickler weiterhin auf ihre präferierte Skriptsprache wie Python, Perl oder etwa JavaScript zurückgreifen.

Funktionen für die MCU S32S247

Speziell für den Multicore-Controller S32S247 stehen zudem Multicore-Debug-Funktionen wie Multicore-Run-Control für synchrones Stoppen und Starten und Multi-Core-Breakpoints, die in gemeinsam verwendetem Code benutzt werden können, zur Verfügung. Ein Debuggen und eine Laufzeitanalyse von Anwendungen, die über alle oder mehre Kerne des S32S247 verteilt sind, erfolgt effizient und benutzerfreundlich in einer einzigen Debug-Sitzung und innerhalb einer einzigen gemeinsamen Debugger-Instanz. Weiterhin bietet das sogenannte Memtool Funktionen, die eine einfache und sichere Programmierung der integrierten Flash-Speicher ermöglichen.

Umfassende Trace-Analyse

Einen schnellen und zuverlässigen Zugang zu den beiden MCUs von NXP gewährleisten die Geräte UAD2pro, UAD2next und UAD3+ der Universal-Access-Familie von PLS. Je nach Anforderung, kommen dabei die Arm-spezifische Serial Wire Debug (SWD) Schnittstelle, JTAG oder cJTAG zum Einsatz. Über Arms CoreSight Trace-Implementierung der Mikrocontroller und dem High Speed Serial Port (HSSTP) des S32S247 beziehungsweise der parallelen Trace-Schnittstelle der i.MX RT-Familie ist zudem das Aufzeichnen von Trace-Daten möglich. Beim UAD2next stehen dafür 512 Mbyte, beim UAD3+ bis zu 4 GByte interner Trace-Speicher zur Verfügung. Mit Hilfe der aufgezeichneten Trace-Daten ermöglicht die UDE eine detaillierte Analyse des Laufzeitverhaltens und bietet unter anderem spezielle Funktionen für Profiling und Code Coverage.