Imec Technology Forum 2016 Daten-Sicherheit für Wearables und IoT-Anwendungen

Sicherheit in der Cloud
Sicherheit in der Cloud

Der erfolgreiche Einsatz von Sensorknoten im Internet der Dinge hängt in nicht unerheblichem Maße von der Sicherheit der Daten ab. Deshalb arbeiten Imec, das Holst Centre und Barco Silex zusammen an der Implementierung von Daten-Sicherheit in Wearables und IoT-Anwendungen.

Das flämische Mikroelektronikforschungszentrum Imec in Leuven, das niederländische Holst Centre in Eindhoven und das Mikroelektronik-Designhaus Barco Silex in Leuven, eine Tochter des Brüsseler Barco-Konzerns, haben auf dem ITF in Brüssel bekannt gegeben, gemeinsam Daten-Sicherheitslösungen für Sensoren in Wearables und IoT-Sensor-Netzwerken zu entwickeln.

Smart Wearables für Lifestyle und die Überwachung der eigenen Gesundheit sowie viele andere persönliche IoT-Anwendungen werden mit einer Fülle von Funktionen in einem rasanten Tempo weiterentwickelt. Allerdings ist Vertrauen der Schlüssel für eine breite Akzeptanz und die Umsetzung einer echten intuitiven IoT Gesellschaft, bei der Sensoren unsichtbar überall in der Umgebung eingebettet sind, alle Arten von Parametern messen und intelligente Entscheidungen fällen helfen sollen. Eine smarte Gesellschaft kann nur Wirklichkeit werden, wenn die Nutzer den Sensor-Technologien vertrauen und die Daten der Nutzer stets vertraulich behandelt werden. Datensicherheit gilt daher als eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen für den Erfolg des Internets der Dinge.

Aktuelle Datensicherheits-Lösungen für das IoT wurden im Hinblick auf die Kommunikation innerhalb eines Anwendungsgebiets oder Netzwerks entwickelt. Um ein höheres Maß an Sicherheit zu erreichen, werden neue Konzepte zur Authentifizierung, die Aufnahme in eine Sicherheitsdomäne (Onboarding) und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in heterogenen Netzen des IoT benötigt. Die Zusammenarbeit von Imec, Holst Centre und Barco Silex zielt darauf ab, die Expertise von Imec und Holst Centre in Halbleitertechnologie und -entwurf mit dem Sicherheits-IP-Portfolio von Barco Silex zu verbinden, und daraus neuartige Chiparchitekturen für sichere Ultra-low-Power-Sensoren und neue Sicherheitskonzepte für zuverlässige heterogene Netzwerke zu entwickeln. Barco Silex liefert dazu die benötigten Datensicherheitsfunktionen einschließlich Krypto-IP-Blöcke zur Implementierung in das von Imec entwickelte Multisensor-IC für Wearables und die eigene Imec-Demonstrator-Plattform für IoT. Imec wird in diesem Zusammenhang neuartige Rechner- und Speicher-Architekturen entwickeln, die mit minimalem Aufwand die Implementierung von Sicherheitsfunktionen in Bezug auf die Gesamtkosten und die Leistungsaufnahme ermöglichen. In einem nächsten Schritt wird Imec die Auswirkungen gesicherter Kommunikation auf den Durchsatz, die Reaktionszeit und andere Leistungsparameter heterogener Netzwerke im IoT-Umfeld evaluieren.

"Diese Zusammenarbeit ist Teil eines Fahrplans für sicheres und intuitives IoT. Enge Kooperationen mit Sicherheitsexperten wie Barco Silex versetzen das Imec-Ökosystem in die Lage, neue und komplette Lösungen für sichere Wearables und heterogene IoT-Netzwerke zu entwickeln", erklärte Dr. Kathleen Philips, Programmdirektor für intuitives IoT bei Imec. Philips betonte zugleich, dass diese Foschungskooperation auch noch für weitere Partner offen ist.