Automaten/Terminals Check-in mit Version 7

Check-in-Terminal mit Windows 7 von Höft&Wessel.

Fast jeder dürfte sie schon bedient haben: die Automaten von Höft&Wessel. Ob Check-in bei der Lufthansa, Fahrkartenkauf bei der Deutschen Bahn oder in vielen Verkehrsverbünden Deutschlands - Höft&Wessel-Automaten arbeiten mit Windows Embedded Standard. Version 7 erleichtert zunächst dem Gerätebetreiber das Leben.

Typisch Embedded: Die Benutzer der Ticket- und Check-in-Automaten von Höft&Wessel werden kaum mitbekommen, wenn die Maschine bald mit Windows 7 arbeitet. Denn die Automaten werden kundenspezifisch auf die Bedürfnisse des Gerätebetreibers angepasst. Im Luftfahrtbereich gehören z.B. ein Dokumentenscanner für Pässe und Online-Tickets sowie ein IATA-Ticketdrucker für die Bordkarten dazu. Bei Fahrkartenautomaten ist dagegen die Bezahlfunktion mit Akzeptanz von Bargeld und möglichst vielen Kredit- und Bankkarten wichtig. Im Bahnbereich muss der Automat außerdem eine erhebliche Rechenleistung aufweisen, denn die Suche nach einer Verbindung und die Berechnung des Fahrpreises unter Berücksichtigung von Verkehsverbünden sind anspruchsvolle Aufgaben.

Die Betreiber solcher Geräte wollen ihren Kunden die Bedienung so einfach wie möglich machen. Deshalb wird bei der Bedienoberfläche auf Vertrautes gesetzt. Zurzeit sind das Tasteneingaben für die Auswahl von Optionen sowie berührungsempfindliche Bildschirme, auf denen Schaltflächen mit verschienen Funktionen dargestellt sind. »Multitouch« und Gestenbedienung wie Ziehen und Wischen zählen noch nicht dazu. Obwohl das mit Windows 7 möglich wäre, rechnet Höft&Wessel, dass solche Bedienkonzepte sich erst in drei bis fünf Jahren etablieren werden, wenn ein Großteil der Bevölkerung durch ihre Heimcomputer und Mobiltelefone mit solchen Konzepten vertraut ist.

Umbau unter der Oberfläche

Um so größer sind die Änderungen, die sich mit dem Umstieg auf Windows 7 unter der Oberfläche abspielen. Zum Beispiel kann die bestehende Oberfläche – ohne dass es der Benutzer merkt – auf Silverlight umgestellt werden. Damit wird die Oberfläche vom darunterliegenden Betriebssystem entkoppelt und auch über einen Browser aus der Ferne bedienbar. Außerdem sind künftige Änderungen hin zu Multitouch dann viel leichter einzupflegen.

Dem Servicetechniker will Höft&Wessel mit Windows 7 mehr Komfort bieten, indem statt spröder Text-Fehlermeldungen gleich eine grafische Anzeige erscheint, die zeigt, wo und wie der Techniker eingreifen muss – eine Live-Dokumentation im Gerät, mit Abbildungen bis hin zu Animationen oder Videos.

Oft schlagen sich Innovationen nicht in revolutionären neuen Gerätekonzepten nieder, sondern als Kosteneinsparung an bewährten Geräten. So auch bei den Terminals und Automaten von Höft&Wessel. Mit den neuen Mechanismen zum Erstellen des Datenträgerabbilds, der Verteilung und Verwaltung der Geräte sowie der Handhabung von Updates hat Microsoft alle diese Arbeitsschritte wesentlich erleichtert und trägt damit zur Kosteneinsparung bei. Während das Betriebssystem-Image bisher »versiegelt« wurde, ist es nun wesentlich einfacher geworden, nachträglich Sicherheits-Patches, Software- oder Treiber-Updates einzuspielen. Windows-Embedded-7-Geräte lassen sich dabei genauso verwalten wie Arbeitsplatz-PCs in einem großen Firmennetz. Diese Verwaltung kann entweder die Firma übernehmen, die das Gerät betreibt, oder der Automatenhersteller, der damit ein zusätzliches Wartungsgeschäft generieren kann.

Eine weitere, scheinbar unspektakuläre Neuerung ist die Option, Windows Embedded Standard 7 auch als 64-bit-Version einzusetzen. 64 bit bedeuten mehr direkt adressierbaren Arbeitsspeicher sowie eine schnellere Abarbeitung. Bei Automaten, die Tausende von Bahnhöfen, Zügen und komplizierte Tarifregeln beachten und bearbeiten müssen, sind 64 bit ein Punkt, der zu stabileren und performanteren Anwendungen führt. Dass die Tarife in Zukunft einfacher werden, ist leider nicht zu erwarten - dafür aber die Handhabung von Windows Embedded Standard.