Software Blue Water Embedded schließt die Pforten

Blue Water Embedded, Hersteller der grafischen Benutzeroberfläche »Prism«, hat überraschend den Geschäftsbetrieb eingestellt. Grund ist offenbar die Vermeidung eines Rechtsstreits mit Freescale.

Blue Water Embedded war als Aussteller auf der embedded world 2011 in Nürnberg vertreten und versuchte dort, Kunden für sein grafisches Benutzerinterface "Prism" zu gewinnen – eine Oberfläche für ressourcenbegrenzte Mikrocontroller, die sonst eher mit Zeilendisplays arbeiten.

Nun hat Blue Water Embedded überraschend seinen Geschäftsbetrieb eingestellt, obwohl die Homepage (www.bwembedded.com) nichts derartiges vermuten lässt. Allerdings hat der Vice President Sales & Marketing das sinkende Schiff bereits verlassen und der CEO Ken Maxwell ist komplett abgetaucht und reagiert nicht auf Anfragen.

Bekannt ist nur, dass Freescale ein Klage gegen Blue Water Embedded eingereicht hat. Deren Gründer und CEO. Ken Maxwell, hatte in früheren Zeiten die Firma Swell Software gegründet und war dort Chief Software Architect. Swell Software verkauft mit »PEG« ebenfalls ein grafisches Benutzerinterface für Embedded-Geräte. Inzwischen wurde Swell Software von Freescale gekauft. Man kann nur vermuten, dass Maxwell entweder Quellcode aus PEG weiterverwendet hat oder Freescale die Kunden mit unlauteren Mitteln abspenstig gemacht hat.