Computermodule ARM auf dem Vormarsch

nanoRISC-Module mit ARM-Prozessor von Samsung
nanoRISC-Module mit ARM-Prozessor von Samsung.

Computermodule mit ARM-Chips decken einen Leistungsbereich ab, den Intel nicht erreicht. MSC erweitert deshalb sein Angebot um neue Computermodule mit ARM-Prozessoren.

Die ARM-Architektur ist der Bereich der Embedded-Computertechnik, in dem momentan die meiste »Musik« spielt, sprich: hier ist das größte Interesse, hier werden die meisten neuen Entwicklungen vorgestellt. Das wird auch auf der SPS/IPC/Drives am Stand von MSC deutlich. MSC ergänzt seine Produktpalette von Computermodulen mehr und mehr durch ARM-Lösungen. »ARM deckt einen Leistungsbereich ab, den Intel mit seinen Prozessoren nicht erreicht,« sagt Wolfgang Eisenbarth, Leiter Marketing Embedded Computer Technology bei MSC. Insbesondere dort, wo keine starke Rechenleistung und keine großen Displays nötig sind, bieten sich die ARM-Chips an. Solche ARM-Plattformen lassen sich mit einer Leistungsaufnahme von nur 2 Watt realisieren – ein Bereich, den Intel (noch?) nicht erreicht. Doch genauso wie Intel-Atom-Prozessoren sind auch ARM-Prozessoren hochkomplexe 32-bit-Chips, deren Integration in eine Leiterplatte für viele Gerätehersteller mit großem Entwicklungsaufwand verbunden ist. Deshalb suchen sie sich dieser Aufgabe zu entledigen und setzen auf fertige Module.

MSC bietet mit dem nanoRISC-Formfaktor eine Bauform mit 50 x 70 mm² an, die mit verschiedenen Samsung-Prozessoren von 400 MHz (ARM9) bis 1 GHz (Cortex-A8) bestückt sind. Die nanoRISC-Module bestehen aus einem gleichbleibenden Set an Peripherie-Chips und dem wechselnden Applikationsprozessor. Der Schwerpunkt dieser Module liegt auf langfristiger Lieferbarkeit und einer sofort einsatzbereiten Basis-Software, sprich: die Module werden mit einem bootfähigen Linux ausgeliefert. Kompatibilität und Austauschbarkeit der Module innerhalb der Familie ist zwar momentan gegeben, wird aber von MSC nicht zugesichert – vor allem im Hinblick auf zukünftige Module.